Das wird Putin nicht gefallen! Auf der Münchner Sicherheitskonferenz im vergangenen Februar bezeichnete der US-General und NATO-Kommandeur Christopher Cavoli moderne Langstreckenraketen neben F-16-Kampfjets als Voraussetzung für einen möglichen Sieg der Ukraine über Russland. Insbesondere die in den USA hergestellten ATACMS-Raketen mit einer Reichweite von bis zu 300 Kilometern stehen auf der Wunschliste der Ukraine. Moskau kommt in Reichweite!
Bisher haben die USA jedoch die Lieferung von ATACMS-Raketen an die Ukraine abgelehnt und Bedenken hinsichtlich einer Eskalation des Ukraine-Konflikts geäußert, falls russisches Territorium direkt angegriffen werden sollte. Laut der New York Times erwägt die US-Regierung jedoch intern die Auslieferung dieses Raketenabwehrsystems an die Ukraine. Die Zeitung beruft sich dabei auf drei Beamte aus den USA und Europa, die von einer "stillen Debatte innerhalb der Biden-Administration" berichten und die Lieferung einiger weniger ATACMS-Raketen in das Kriegsgebiet in Erwägung ziehen. Neben der Befürchtung einer Ausweitung des Ukraine-Konflikts ist auch die begrenzte Stückzahl ein Grund dafür, dass US-Präsident Joe Biden die Lieferung dieses Waffensystem an die Ukraine bisher ablehnt. US-Militärkreise haben darauf hingewiesen, dass das Arsenal an ATACMS-Raketen relativ klein ist und die Raketen für andere militärische Pläne des Pentagons vorgesehen sind. Berichten zufolge wurden insgesamt nur etwa 4.000 Stück dieser Langstreckenraketen von Lockheed Martin hergestellt. Eine Weitergabe an die Ukraine könnte die Einsatzbereitschaft in anderen potenziellen Krisengebieten gefährden.