Peru hat den Gesundheitsnotstand ausgerufen, da eine ungewöhnliche Häufung einer mysteriösen Krankheit aufgetreten ist! Seit Januar wurden nach Angaben des peruanischen Gesundheitsministeriums 182 Fälle dieser seltenen Nervenkrankheit erfasst. Ist dies auch eine Bedrohung für Deutschland und Europa?
Das Guillain-Barré-Syndrom ist eine Nervenerkrankung, die zu Muskelschwäche und Lähmungserscheinungen führen kann. Dabei wird das Nervensystem durch eine überschießende Autoimmunreaktion geschädigt, wodurch die Übertragung von Reizen gestört ist. Die Symptome des GBS-Syndroms beginnen oft mit einer aufsteigenden Lähmung, die zuerst in den Händen und Füßen auftritt und sich dann ausbreitet. Anfangs können Kribbeln und leichtes Brennen wahrgenommen werden, gefolgt von Lähmungen. In seltenen Fällen kann die Krankheit zu schweren Lähmungen führen und sogar lebensbedrohlich sein. Frühe Anzeichen können Rücken- und Gliederschmerzen sein. Die häufigste Form der Krankheit betrifft die Schutzhülle (Myelinscheide), die die Nervenbahnen isoliert. Autoaggressive Immunzellen greifen die Ummantelung der Nervenbahnen an und schädigen sie. Besonders betroffen sind die Nervenabgänge aus dem Rückenmark.