Angst vor russischem Angriff! Die Nato hat vor ihrem Gipfel neue Verteidigungspläne für den Fall eines Angriffs auf das Bündnisgebiet beschlossen. Die Pläne umfassen mehr als 4.000 Seiten und legen detailliert fest, wie kritische Orte im Bündnisgebiet durch Abschreckung geschützt und im Ernstfall verteidigt werden sollen. Lesen Sie hier, wie wir uns künftig gegen Putin schützen wollen:
Die neuen Verteidigungspläne beinhalten die Definition der benötigten militärischen Fähigkeiten, einschließlich Land-, Luft-, See-, Cyber- und Weltraumfähigkeiten. Bereits im vergangenen Jahr hatte der scheidende Generalsekretär der Nato, Jens Stoltenberg, angekündigt, dass künftig eine Eingreiftruppe von 300.000 Soldaten für mögliche Nato-Einsätze in hoher Bereitschaft gehalten werden soll. Die bisherige Eingreiftruppe NRF umfasst derzeit etwa 40.000 Soldaten. Die Planungen berücksichtigen nicht nur mögliche Angriffe durch Russland, sondern auch Bedrohungen durch Terrorgruppen. Um den Ausbau der militärischen Fähigkeiten zu finanzieren, haben sich die NATO-Staaten bereits im Vorfeld des Gipfels darauf verständigt, das gemeinsame Ziel für die nationalen Verteidigungsausgaben zu erhöhen. Es wird angestrebt, mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für die Verteidigung auszugeben.