"Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass die türkischen Wahlen auch weiterhin von Unregelmäßigkeiten betroffen sind, die auf Wahlbetrug hinweisen können. Diese statistischen Irregularitäten waren zwar nicht groß genug, um das Ergebnis der Wahlen 2023 allein zu bestimmen, aber sie besitzen das Potenzial, das politische Spielfeld in der Türkei noch weiter in Richtung einer illiberalen Demokratie zu verschieben", so Klimek. Die von den CSH-Forschern Peter Klimek und Stefan Thurner entwickelten forensischen Schnelltests können unerlaubten Druck auf Wähler sowie illegales Mehrfachwählen aufspüren. Dadurch konnten bei den türkischen Wahlen 2017 und 2018 sowie im ersten Wahlgang 2023 statistische Spuren von Wahlmanipulationen durch illegale Mehrfachwahl gefunden werden.
"Diese statistischen Irregularitäten waren zwar nicht groß genug, um das Ergebnis der Wahlen 2023 allein zu bestimmen, aber sie besitzen das Potenzial, das politische Spielfeld in der Türkei noch weiter in Richtung einer illiberalen Demokratie zu verschieben", so Klimek.