Am Freitag entsteht eine Unwetterlage, vor allem im Süden und teilweise auch im Osten. Besonders im Südosten können Temperaturen von bis zu 30 Grad erreicht werden. Gleichzeitig nähert sich aus dem Westen die Gewitterlinie, die bereits am Donnerstagabend entstanden ist. Im Süden verstärken sich die Gewitter zusätzlich. Starkregen, Hagel und Sturmböen sind bis zum späten Freitagabend möglich. Dabei können erhebliche Regenmengen von 30 bis 40 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit auftreten.
Auch im Osten kann es am Freitagnachmittag und -abend zu unwetterartigen Entwicklungen kommen, wenn auch mit geringerer Wahrscheinlichkeit. Die Gewitter am Donnerstag und Freitag sollten nicht unterschätzt werden, da sich in der Luft Rauch von den Waldbränden in Kanada befindet. Dieser Rauch verstärkt die Wolkenbildung, was letztendlich zu stärkeren Niederschlägen führt als üblich. Dieser Effekt wird oft von den Wettermodellen unterschätzt.
Ab Sonntag legt sich der Polarjet über den Norden Deutschlands und bringt Veränderungen mit sich. Der Jetstream entsteht an der Grenze zwischen warmer und kalter Luft in höheren Atmosphärenschichten. Das bedeutet, dass relativ kühle Luft in den Norden Deutschlands strömen wird. Zudem weht der Jetstream aus Westen, was bedeutet, dass keine Warmluft mehr aus südlichen Richtungen zu uns gelangen kann. Im Süden bleibt es vorerst sommerlich warm, während der Norden sich auf etwas kühlere Witterungsbedingungen einstellen sollte. Mit dem Jetstream kommt in der Regel auch neuer Regen. Bis Mitte Juli wird das Wetter in Deutschland zunächst wechselhaft bleiben.