Putin bezeichnete die ukrainische Gegenoffensive als aussichtslos und behauptete, dass die ukrainischen Streitkräfte in keiner der Regionen eine Chance hätten. Er wiederholte auch seinen seit Jahren unbegründeten Vorwurf, dass die Ukraine in den Händen von Neonazis sei, was er als Grund für die Invasion im Februar 2022 angibt. Zudem beleidigte er den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (45), der jüdischen Glaubens ist. Putin behauptete, er habe viele jüdische Freunde, und fügte hinzu: "Sie sagen, dass Selenskyj kein Jude ist, sondern eine Schande für das jüdische Volk." Putin betonte, dass dies kein Witz sei. Darüber hinaus verkündete Putin, dass Russland die ersten Atomsprengköpfe in Belarus stationiert habe und den Prozess bis zum Ende des Sommers oder Jahres abschließen werde. Er betonte jedoch, dass er keinen Grund für den Einsatz von Atomwaffen sehe, es sei denn, die Existenz Russlands sei bedroht.
Die Ukraine gab indes bekannt, dass Russland an der Südfront schwere Verluste erleide, die nach Angaben des Kommandeurs der ukrainischen Truppen im südlichen Tawriia-Sektor mehr als vier Kompanien an getöteten und verwundeten Soldaten entsprächen.