Um die Flammen fernzuhalten, unterstützt ein Puma-Hubschrauber mit einem Löschsack die Einsatzkräfte in den schwer zugänglichen Gebieten. Der Landrat betont die Notwendigkeit von mehr Wasser und einem Austausch der Einsatzkräfte, die seit Montag im Einsatz sind. Zusätzliche Hubschrauber stehen bereit, falls sie benötigt werden. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, Umweltminister Till Backhaus und Innenminister Christian Pegel haben bereits den Einsatzort besucht und ihre Unterstützung zugesichert. Besondere Schwierigkeiten bereiten die Löscharbeiten durch die heftigen Explosionen der alten Weltkriegsmunition auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz in Lübtheen. Aus Sicherheitsgründen mussten Einsatzkräfte bereits aus bestimmten Bereichen abgezogen werden. Die Bundeswehr wird die Löscharbeiten in Hagenow mit einem Räumpanzer unterstützen, um Schneisen zu schaffen und den Feuerwehrleuten einen näheren Zugang zu den Brandherden zu ermöglichen.
Für alle Brandgebiete gilt ein Betretungsverbot, und die Bevölkerung wird dazu aufgefordert, die Wege für Einsatzfahrzeuge freizuhalten. Es wird davor gewarnt, als Schaulustige zu den Bränden zu kommen. Insgesamt brannten bereits 2019 rund 1000 Hektar in Lübtheen, was den größten Brand in der Landesgeschichte darstellte. Seitdem wurden Maßnahmen ergriffen, um zukünftige Brände besser einzudämmen und die Ortschaften zu schützen, darunter die Anlage von Brandschneisen und das Bohren von Tiefbrunnen zur Gewinnung von Löschwasser.