Der Chef der ukrainischen Bodentruppen, Generaloberst Oleksandr Syrskyj, wird für viele Erfolge der Ukraine verantwortlich gemacht. Er gilt als "obsessiver Planer" mit einer Ausbildung in sowjetischer Kriegsführung. Doch wer ist dieser Mann, der die russischen Truppen in Bakhmut zu einem Zermürbungskampf gezwungen hat und vor dem der Kreml zittert?
General Syrskyj wurde 1965 in Wladimir, damals Teil der Sowjetunion und heute Russland, geboren. Seit den 1980er Jahren lebt er in der Ukraine. Wie viele seiner Altersgenossen in den ukrainischen Streitkräften erhielt er seine Ausbildung an der Höheren Militärkommandoschule in Moskau, dem sowjetischen Pendant zur amerikanischen Militärakademie West Point. Auch einige russische Kommandeure haben dort studiert. Bevor General Syrskyj 2019 zum Chef der ukrainischen Bodentruppen ernannt wurde, war er Oberbefehlshaber für Operationen im Osten des Landes und spielte eine wichtige Rolle im Krieg, der 2014 mit der russischen Invasion der Krim begann. Für seine außergewöhnlichen Verdienste um die Verteidigung der staatlichen Souveränität und Sicherheit wurde er mit dem Bohdan-Chmelnytsky-Orden ausgezeichnet. Kollegen beschreiben General Syrskyj als asketisch und fitnessbegeistert. Er wird als obsessiver Planer bezeichnet, dessen Kampftaktik seine sowjetische Ausbildung widerspiegelt. Dennoch unterscheidet er sich durch seine operative Flexibilität von russischen Generälen.