Videos von pro-russischen Quellen auf Telegram zeigen russische Soldaten, die zu den Panzern und Truppentransportern der ukrainischen Armee laufen und Munition sammeln. Ein Bradley-Schützenpanzer ist noch betriebsbereit, und der Leopard-2 ist eindeutig als solcher erkennbar. Das Verteidigungsministerium in Moskau kommentierte den Beitrag mit den Worten: "Das sind nun unsere Trophäen". Die Verluste der ukrainischen Armee scheinen nicht direkt aus Kämpfen resultiert zu haben, aber Berichte über schwere Verluste westlicher Ausrüstung häufen sich täglich. Laut dem Analyse-Portal "ORYX" hat die 47. Brigade "Magura" der ukrainischen Armee angeblich sieben Leopard-2-Panzer und 17 Bradley-Schützenpanzer verloren. Ein Militärexperte rechnet dennoch mit einem bevorstehenden Großangriff der Ukraine an einem Frontabschnitt und führt die Verzögerung der Gegenoffensive bei Cherson im äußersten Süden des Landes auf die Sprengung des Kachowka-Staudamms zurück. Laut Süddeutscher Zeitung verfügen die ukrainischen Streitkräfte insgesamt nur über 21 moderne Leopard-2-Panzer.
Ein weiteres Problem könnte der Mangel an Luftunterstützung in offenem Gelände sein. Russische Quellen behaupten, dass ukrainische Panzer angeblich erfolgreich mit Kampfhubschraubern Kamow Ka-52 bekämpft wurden. Interessanterweise stehen einige der zuvor erwähnten Panzer anscheinend nahezu unversehrt auf dem Feld. Russische Quellen verbreiteten ein Video, das Drohnenaufnahmen von der russischen Seite zeigen soll. Demnach wurde der ukrainische Trupp minutenlang ungestört beobachtet. Die Süddeutsche Zeitung analysiert, dass die russische Drohnenaufklärung offenbar deutlich effizienter funktioniert als zu Beginn des Krieges, was eine weitere Herausforderung für die Ukrainer darstellt. Ein viertes großes Problem für die vorrückenden Ukrainer soll eine Drohnenaufnahme von den Schlachtfeldern bei Saporischschja dokumentieren. Das Video zeigt angeblich, wie eine russische Lancet-Kamikaze-Drohne in einen bereitgestellten Leopard-2-Kampfpanzer der Ukraine einschlägt. Die Aufnahmen, die ebenfalls auf Telegram verbreitet wurden, lassen sich nicht unabhängig verifizieren, wirken jedoch zumindest echt, da der Panzer aus verschiedenen Perspektiven gezeigt wird, bevor es zu einem Einschlag und einer Explosion kommt. Ob sich Soldaten in dem Panzer befanden oder er verlassen war, geht aus dem Video nicht hervor.