Von wegen Superspion! Wurde Wladimir Putin während seiner Zeit beim KGB nicht als Elitespion, sondern als einfacher Büroangestellter eingesetzt? Neue Recherchen werfen diese Frage auf. Laut einem Bericht des Wir beschränkten sich die Aufgaben des heutigen russischen Machthabers auf eher banale Verwaltungstätigkeiten.
Putin selbst hat sich nie öffentlich zu seiner Zeit als Geheimdienstoffizier in den 1980er Jahren geäußert. Es gibt jedoch zahlreiche Geschichten, die ihn als mysteriöse Heldengestalt darstellen, die an filmreifen und streng geheimen Missionen beteiligt war. Angeblich soll er sich sogar mit Mitgliedern der RAF getroffen und sie mit Waffen und Anweisungen versorgt haben. Neuen Spekulationen zufolge war Putin möglicherweise in Dresden an Tätigkeiten wie der Überprüfung von Bewerbungen für Verwandtenbesuche im Westen oder der Suche nach potenziellen Informanten unter ausländischen Studenten an der Universität beteiligt. Ein ehemaliger Kollege aus dem Dresdner KGB-Büro beschrieb seine Arbeit als hauptsächlich administrativ. In den Unterlagen der Stasi wird Putin nur selten erwähnt, und diejenigen Erwähnungen beziehen sich eher auf seine Geburtstagsfeier oder Verwaltungsaufgaben, ohne konkrete Beweise für die angeblichen Heldentaten zu liefern.