In den letzten Monaten haben sich die Diskussionen über die Gefahrenlage auf See intensiviert. Berichte über mögliche Spionage-Angriffe Russlands auf hoher See haben die Bedeutung verstärkt. Skandinavische Medien haben insgesamt 50 russische "Spionagefahrzeuge" in den "nordischen Gewässern" entdeckt. Es wird auch behauptet, dass Putin einen Spionage-Wal in diese Gewässer geschickt hat. Von Wecheln schließt nicht aus, dass es zu Provokationen seitens Russlands auch an den Küsten kommen könnte. Daher stellt sich die Frage, wie die kritische Infrastruktur auf den Meeren besser gesichert werden kann. Als ersten Schritt schlägt von Wecheln vor, die bestehenden Einheiten der verschiedenen Behörden in Deutschland zu einer einheitlichen Deutschen Küstenwache zusammenzuführen. Laut Roderich Kiesewetter (CDU), Sicherheitspolitiker der Unionsfraktion, gibt es Defizite beim Schutzkonzept für die kritische Infrastruktur auf hoher See. Es bestehen noch unkoordinierte Zuständigkeiten zwischen Küstenstaaten, innerhalb von Bund und Ländern sowie mit der Privatwirtschaft.