Mutter ermordet behinderten Sohn mit vergiftetem Pudding - Jetzt wurde das Urteil gesprochen!

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Mutter ermordet behinderten Sohn mit vergiftetem Pudding - Jetzt wurde das Urteil gesprochen!

Blaulicht (2 / 1) 02.06.2023 07:08 / Tim Symbolbild imago


Mutter begeht Verzweiflungstat

Am 16. März 2021 erreichte sie ihre Belastungsgrenze. Sie beschloss, sich und ihren Sohn umzubringen. Sie mischte eine Überdosis von Jonas' Medikament "Quetiapin" (ein Neuroleptikum) in seinen Schoko-Pudding und nahm es auch selbst zusammen mit Apfelmus ein. "Sie hatten alle Vorkehrungen getroffen, damit man sie nicht findet", erklärte der Richter. Die 53-Jährige war davon überzeugt, dass ihr Sohn es ohne sie nicht schaffen würde. Ihr Ehemann fand jedoch beide. Ursula C. überlebte die Überdosis knapp, ihr Sohn jedoch nicht. Nach der Tat legte sie ein umfassendes Geständnis ab. "Ich habe meinen Sohn über alles geliebt", beteuerte sie im Prozess. Die Kammer konnte ihr das jedoch nicht abnehmen. Dennoch waren die Richter der Ansicht, dass sie zu weit ging, als sie beschloss, ihren Sohn mit in den Tod zu nehmen. De Lippe sagte: "Das Leben von Jonas war genauso wertvoll wie das eines 18-jährigen Abiturienten." Bei der Strafzumessung hat das Gericht jedoch die krankheitsbedingte, verminderte Schuldfähigkeit der Angeklagten berücksichtigt. Die Staatsanwaltschaft hatte eine dreijährige Haftstrafe wegen Mordes gefordert, während die Verteidigung eine Bewährungsstrafe wegen Totschlags vorschlug. Zum Abschluss wandte sich der Richter direkt an Ursula C.: "Bis dahin waren Sie eine gute Mutter. Das, was geschehen ist, macht Sie nicht zu einem schlechten Menschen." Ihr Ehemann steht weiterhin zu ihr. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.