Die stellvertretende US-Außenministerin Wendy Sherman erklärte, dass dies Putins Versuch sei, diese Bedrohung auf kontrollierte Weise einzusetzen. Was einen potenziellen Nachfolger von Putin betrifft, so äußerte sich der estnische Präsident Karis dahingehend, dass es möglicherweise für eine gewisse Zeit nach Putin einen anderen Führer geben werde, bis man einen Anführer finde, der bereit sei, mit dem Rest der Welt zusammenzuarbeiten. Es bleibe weiterhin unklar, wie das russische Volk über Putin denkt. Karis sagte: "Man bekommt keine genauen Informationen darüber, was das russische Volk wirklich denkt, weil es zum Schweigen gebracht wurde, ähnlich wie unter dem Sowjetregime." Der Präsident fügte hinzu, dass Putin und seine Beamten darauf geachtet hätten, Moskau und St. Petersburg, die beiden politischen und wirtschaftlichen Säulen Russlands, nicht zu sehr zu belasten. "In abgelegenen und ländlichen Gebieten ist die Situation jedoch anders", so Karis. "Dort herrscht große Armut, und sie schicken ihre Söhne in den Krieg. In der Hauptstadt und möglicherweise auch in St. Petersburg bemerken die Menschen nicht einmal, dass ein Krieg im Gange ist." Ein plötzlicher Palastputsch oder ein Massenaufstand, der Putin stürzen und einen neuen Weg für Russland einleiten würde, scheint daher nicht unmittelbar bevorzustehen.