Im Verbund mit "Hot Fuzz" (der den unglücklichen deutschen Beinamen "Zwei abgewichste Profis" trägt) und "The World's End" stellt "Shaun of the Dead" die sogenannte Cornetto oder auch "Blut und Eiscreme"-Trilogie dar. Thematisch eint die drei Filme allerdings nur die Eisvorliebe der Protagonisten.
Mission: HollywoodNoch vor "Hot Fuzz" wurde das Blockbuster-Kino auf Pegg aufmerksam. 2007 ergatterte er die Rolle des liebenswerten Computerspezialisten Benjamin "Benji" Dunn in "Mission: Impossible III". Zu verdanken hatte er diesen Coup dem Regisseur des Streifens, J.J. Abrams (53), mit dem ihn inzwischen eine enge Freundschaft verbindet. Seither hat er Ethan Hunt alias Tom Cruise (57) in allen drei weiteren Teilen des Action-Franchises aus höchst brenzligen Situationen geholfen. Und auch ein gewisser Captain Kirk (Chris Pine, 39) kann sich seit über zehn Jahren auf Peggs Dienste verlassen...
2009 wurde der Brite, ebenfalls von Abrams, zum Besatzungsmitglied der Enterprise befördert. Im Reboot der Sci-Fi-Reihe, das die jungen Jahre von James T. Kirk und seiner Crew zeigt, hat Pegg die Rolle als Cheftechniker Montgomery "Scotty" Scott inne. In den zwei weiteren Teilen "Star Trek Into Darkness" (2013) und "Star Trek Beyond" (2016) kehrte er als chronisch unglücklicher Schiffsingenieur zurück. Spöttisch ausgedrückt scheint Pegg seither unter dem Namen "Sidekick" und/oder "Comic Relief" auf der Schnellwahltaste der Hollywood-Produzenten eingespeichert zu sein.
Dem eigenen Ruf entgegenwirkenDabei hätte Peggs Karriere auch deutlich anders verlaufen können. Was viele nicht wissen, ist die Tatsache, dass er kurz nach der Serie "Spaced" auch eine Rolle in Steven Spielbergs hochgelobter und bierernster Weltkriegs-Miniserie "Band of Brothers" innehatte. Als 1st Sergeant William Evans bot er neben eines tragischen Schicksals auch einen ausgesprochen soliden amerikanischen Akzent dar. "In die Comedy bin ich mehr durch Zufall gerutscht", sagte Pegg unlängst in einem Interview mit "Yahoo! Entertainment".
Mit seinem neuesten Projekt möchte er nun offenbar aktiv dagegen vorgehen, nur noch der Gute-Laune-Mann im Schatten der großen Stars zu sein. Im Drama "Lost Transmissions" mimt er die Hauptfigur Theo Ross, die mit Schizophrenie zu kämpfen hat. Gut möglich also, dass wir Simon Pegg, der übrigens der Patenonkel von Chris Martins (42) und Gwyneth Paltrows Tochter Apple (15) ist, künftig vermehrt in ernsten Rollen bestaunen dürfen.