Mälzer: Der faire und fast gentlemanlike Wettbewerb mit Steffen hat wahnsinnig viel Spaß gemacht. Es erweckt immer den Eindruck, dass wir uns nicht mögen, weil wir keine Gelegenheit auslassen, schlecht übereinander zu reden, aber das tun wir aus einem freundschaftlichen Respekt heraus. Steffen als auch ich haben die Eigenschaft, dass wir nicht auf Schwächeren rumhacken, sondern nur auf Stärkeren. Das hat sich in diesem Duell sehr schön gezeigt.
Ihr erneuter Gegner Max Strohe hat gegen Sie schon einen Sieg eingefahren. Was haben Sie daraus gelernt, was sie dieses Mal besser machen wollten?Mälzer: Ich habe Max ein bisschen auf die leichte Schulter genommen - Hochmut kommt vor dem Fall. Da habe ich mich für ein bisschen zu wenig zu viel abgefeiert. Dieses Mal bin ich fast zu ehrgeizig an die Sache herangegangen, womit es teilweise zu Verkrampfungen kam, die nicht unbedingt zum Erfolg geführt haben.
Was war für Sie die schlimmste Erfahrung in dieser Staffel?Mälzer: Diese Staffel läuft unter dem Motto "Es(s)kalation" und das nicht ohne Grund. Es waren sehr viele unangenehme Momente für mich dabei, weil meine Kontrahenten inzwischen wissen, dass ich sogar sehr gut kochen kann. Sie haben den Respekt vor meinem Ehrgeiz und meinen Fähigkeiten bekommen und haben sich leider sehr gut vorbereitet und herausragende Ziele ausgesucht, um mich zum Heulen zu bringen - das haben sie geschafft.
Und welches Land hat Sie in dieser Staffel am meisten beeindruckt?Mälzer: Usbekistan fand ich faszinierend. Generell entdecke ich meine Liebe zu der östlichen, asiatischen Welt. Es sind tolle Erfahrungswerte, die ich da sammeln darf, weil es noch Länder sind mit einer eigenen Identität und Atmosphäre. Der Strand in Italien und Spanien ähnelt sich dann doch sehr. Aber ich nehme auf jeder Reise etwas mit. In Bad Zwischenahn war mein erster Eindruck: Hier gibt es eine Produktionsstätte für Rollatoren. Aber ich entdeckte eine schöne Ecke mit tollen Spezialitäten. In meiner ganzen Großkotzigkeit und Überheblichkeit, die ich sehr gerne zutage trage, spüre dann auch ich eine gewisse Form der Demut.
Sind Sie bald "Kitchen Impossible"-müde oder kennt Ihr Ehrgeiz keine Grenzen?Mälzer: Während der Produktion bin ich manchmal müde. Ich könnte es doch einfacher haben, eine schöne Rezeptesendung mit vorbereiteten Lebensmitteln, in der ich den Leuten erzähle, wie man kocht. Stattdessen lasse ich mich immer wieder aufs Äußerste beleidigen und vorführen. Es ist extrem emotional und anstrengend für mich, ich leide da wirklich. Aber jedes Mal, wenn ich durch bin, bin ich stolz, dass ich durchgezogen habe und dass ich den Ehrgeiz hatte, mir nicht die Blöße zu geben. Es ist ein bisschen mein "Wetten, dass?" und solange da kein Lanz kommt, mache ich das auch weiter.