Schauspieler und Komiker Bastian Pastewka (47) schickt seine Sitcom "Pastewka" in den Ruhestand. Die finale zehnte Staffel ist ab 7. Februar bei Amazon Prime Video verfügbar. Ein endgültiger Abschied soll es sein. Warum er nicht an eine Fortsetzung im Kino glaubt, erklärt er im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news. Außerdem erzählt der 47-Jährige, bei welcher Serie er zuletzt lachen musste und wie seine Zukunftspläne aussehen. Zwei Dinge kann er definitiv ausschließen.
Sie schließen eine Fortsetzung in Form eines Kinofilms kategorisch aus, warum?Bastian Pastewka: Wir hören uns in drei Jahren wieder, wenn ich das Gegenteil behaupte. (lacht) Aber eigentlich haben wir bereits mit unserer Final-Folge eine Art Mini-Kinofilm in unsere reguläre Serie eingepackt. Sie ist eine Stunde lang und das ist so schön. Es ist die große Leinwand auf der kleinen Leinwand sozusagen. Das war immer der Geist von "Pastewka". Wir waren immer wie ein kleines Kasperletheater. Nach knapp 25 Minuten geht der Vorhang wieder zu, bevor das Publikum darüber nachgedacht hat, was das bitte sein sollte, was man da gerade gesehen hat. Das ist die Disziplin Sitcom, die wir versucht haben, über 15 Jahre und 99 Folgen aus zehn Staffeln zu bespielen. Kino ist für mich eine ganz andere Erzählform, die ich mit der Sitcom nicht unbedingt vereint sehe.
Ist die Zeit der Sitcoms vorüber?Pastewka: "Jerks" ist momentan das berechtigterweise hochgelobte Leuchtfeuer. Ich hoffe, dass weitere vergleichbare Formate nachkommen, die auch noch ein bisschen verrückter oder unerwarteter daherkommen als der eine oder andere deutschsprachige Vorgänger.
In Deutschland gibt es derzeit kaum erfolgreiche Sitcoms...Pastewka: Ich finde, man kann in Deutschland immer noch "Dittsche" dazuzählen, auch "Merz gegen Merz" und "Check Check" gehen weiter. Es gab eine Zeitlang den "Tatortreiniger", der wirklich toll war. Und dann schaue ich auch schon zurück Richtung "Stromberg".
Wie aufmerksam verfolgen Sie die Entwicklung der deutschen Comedyszene?Pastewka: Ich muss sagen, ich war früher etwas emsiger. Aber dadurch, dass meine Frau eine Agentur hat, die Künstler managt, habe ich einen relativ guten Blick auf die Kolleginnen und Kollegen, die jetzt nachkommen. Und ich freue mich darüber, dass es noch genug Komikerinnen und Komiker gibt, die sagen: "Ich will auf die Bühne und meinen Quatsch erzählen." Da muss man meiner Ansicht nach auch beginnen. Nur auf der Bühne kann man sich im direkten Kontakt mit dem Publikum besser einschätzen lernen.
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