Streit um SemperOpernball: Sieben Fakten zum Desaster in Dresden

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Streit um SemperOpernball: Sieben Fakten zum Desaster in Dresden

Stars (2 / 1) 05.02.2021 00:33 / Angela Symbolbild imago/Robert Michael


Nur wenige Stunden nach dem Rückzug von Rakers wurde Mareile Höppner (42) als Ersatz vorgestellt. Es habe viel Trubel gegeben, wird Höppner in einem Statement zitiert, aber alle hätten daraus ihre Lehren gezogen. Ihre Zuversicht hielt aber nur wenige Stunden: Via Instagram nahm auch sie ihre Zusage wieder zurück. Sie sei Zielscheibe von Hass und Anfeindungen, selbst vor ihrem Kind sei dabei nicht Halt gemacht worden. Doch auch Frey bekam sein Fett ab: "Von dem Verantwortlichen des Balls erwarte ich, dass er endlich wirklich ein Zeichen setzt."

5. Uli Hoeneß und Dietmar Hopp kommen nicht

Der SAP-Gründer Dietmar Hopp (79) sagte wenige Tage nach dem Moderatorinnen-Desaster ebenfalls sein Kommen ab. Der Hoffenheim-Mäzen sollte eigentlich vor Ort einen Orden überreicht bekommen. Eine Woche zuvor äußerte er sich noch besänftigend und ließ mitteilen, dass er den Preis aufgrund der Entschuldigung trotz der Kontroverse annehme. Sein Freund Uli Hoeneß (68) sollte eigentlich die Laudatio übernehmen, nach der Hopp'schen Absage wird aber auch der Ex-Präsident des FC Bayern München nicht in Dresden erscheinen.

6. Der MDR wird dennoch übertragen

Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) teilte hingegen mit, dass er an der TV-Übertragung festhalte. In einem zuvor veröffentlichten Statement erklärte der Unterhaltungschef Peter Dreckmann sein Unverständnis bezüglich der Al-Sisi-Entscheidung. Man halte diese Ehrung für falsch, distanziere sich ausdrücklich davon. "Der MDR steht für freien und unabhängigen Journalismus, Meinungsfreiheit und Toleranz. Leider steht Abdel Fattah Al-Sisi genau dafür nicht", sagte Dreckmann. Dennoch sei der Ball ein Ball für die Menschen: "Viele Dresdner seien stolz auf die Veranstaltung."

7. Ablauf wurde mittlerweile verändert

Trotz zahlreicher Forderungen im Netz, dem Drama ein vorzeitiges Ende zu verschaffen und den Ball kurzerhand abzusagen, halten die Macher daran fest. Die SemperOpern-Bosse reagierten jedoch mittlerweile und änderten die Programmplanung. Der Ballverein verzichtet demnach auf die Vergabe weiterer St.-Georgs-Orden. Dies geschehe aus Respekt vor den vielen Diskussionen der letzten Tage und um in Ruhe über künftige Entscheidungen nachdenken zu können. Das Konzept sei überarbeitet worden, eine Absage komme jedoch nicht in Frage.