Ziel des Schutzschirms ist es, Lücken bei der Luftverteidigung zu schließen. In den von Deutschland angeregten Abwehrschirm sollen unterschiedliche Systeme eingebunden werden, die zur Abwehr von Mittel- und Langstreckenraketen oder auch bewaffneten Drohnen geeignet sind - auch zum Schutz vor möglichen Angriffen aus Russland.
Polen nimmt bisher nicht an der Initiative teil. Pistorius sagte, er sei aber mit Warschau und anderen im Gespräch. Zu einem polnischen Beitritt zu dem Raketenschirm befragt, sagte er: "Ich kann mir vorstellen, dass das bald passiert, aber das bleibt abzuwarten."
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte eine gemeinsame Luftverteidigung Ende August des vergangenen Jahres als "Sicherheitsgewinn für ganz Europa" bezeichnet. Zudem sei es "kostengünstiger und effizienter, als wenn jeder von uns seine eigene, teure und hochkomplexe Luftverteidigung aufbaut", betonte er in seiner Europa-Rede an der Prager Karls-Universität.