Jana Lacey-Krone (40) ist die Chefin des größten Zirkus der Welt. Ihr Unternehmen Circus Krone beschäftigt 210 Mitarbeiter - und eine Vielzahl von Tieren: Pferde, Elefanten und 26 Löwen. Ihr Ehemann Martin Lacey jr. (42) ist mit der weltbesten Raubtier-Vorführung, die gleich zweimal in Monte Carlo mit dem "Golden Clown", dem Zirkus-Oscar, ausgezeichnet wurde, ein Zuschauer-Magnet. Dennoch werfen ihm Tierschützer vor, er würde seine Löwen quälen.
Seit Jahren läuft eine Kampagne gegen den Einsatz von Wildtieren in der Zirkusmanege, die auch vom Deutschen Tierschutzbund unterstützt wird. In einem Zirkusunternehmen sei eine verantwortbare Haltung von Wildtieren grundsätzlich nicht möglich, heißt es. Zu diesem Vorwurf nimmt das Ehepaar Lacey-Krone in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" Stellung.
"Tierschützer sind wir selbst"Bei der Kritik unterscheidet Martin Lacey jr. zwischen Tierschützern und Tierrechtlern. "Tierschützer sind wir selbst. Unsere Arbeit mit den Tieren wird sehr gut kontrolliert, von Amtstierärzten, die auch unangekündigt vorbeikommen."
Alle wissenschaftlichen Arbeiten hätten belegt, dass "meine Tiere nicht gestresst sind, sondern ganz entspannt, auch bei den Transporten. Aber das wollen die selbsternannten Tierrechtler nicht wissen. Sie kommen auch nicht, wenn wir sie einladen. Sie demonstrieren nicht vor kleinen Wanderzirkussen aus Osteuropa, wo es den Tieren vielleicht wirklich nicht so gut geht. Das interessiert sie nicht. Sondern sie stellen sich vor den Circus Krone, weil sie dort die Aufmerksamkeit der Medien bekommen."
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