Mehr als 6 Monate nach dem Untergang des russischen Raketenkreuzers “Moskwa“ hat die ukrainische Nachrichtenagentur “Ukrainska Pravda“ nun ihre Recherchen enthüllt, wie die ukrainische Armee als geschafft hat, das Flaggschiff der russischen Schwarzmeerflotte zu versenken. Bei ihrer Untersuchung haben die Journalisten mit Dutzenden von Militärexperten gesprochen und den Coup der ukrainischen Armee analysiert.
Angeblich sei das Schiff auf dem Radar eines “Neptun“- Schiffsabwehrraketen-Systems am 13. April 2022 gegen 16:00 Uhr Ortszeit erschienen. Unter normalen Umständen hat dieses System jedoch lediglich eine Reichweite von zirka 18 Kilometern, um mögliche Ziele aufzuspüren. An jenem Tag jedoch melde das Radar ein großes Ziel in 120 Kilometer Entfernung zur ukrainischen Küste, was offenbar nur durch eine besonders günstige Witterung möglich gewesen sei. Anhand der Größe hatten die Bediener des Systems dann erkannt, dass es sich bei diesem Ziel lediglich um den russischen Raketenkreuzer “Moskwa“ handeln konnte. Offenbar war das Schiff unabsichtlich in die Reichweite der ukrainischen Raketensysteme gekommen. Kurz darauf habe dann der diensthabende Offizier den Befehl zum Abschuss zweier Raketen gegeben. Anschließend war lange unklar, ob die Raketen im Ziel eingeschlagen sein. Denn der russische Kreuzer hatte seine Fahrt fortgesetzt und auf dem Radar sah man, wie sich ihm 4 weitere Schiffe näherten. Einen Erfolg hatte die Ukraine dann vermutet, als ein Schlepper von der Halbinsel Krim ausgelaufen war, um das Schiff ins Schlepptau zu nehmen. Von da an war von ukrainischer Seite vermutet worden, dass sich das Schiff in einem kritischen Zustand befinden musste. In der Nacht nach dem Angriff hatte das ukrainische Militär dann die Presse informiert und bestätigt, das die “Moskwa“ schwer beschädigt worden sei.