Überraschend hat sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit einer Botschaft an den Kreml gewendet und der russischen Führung ein Angebot unterbreitet. So bietet Selenskyj eine Einstellung der Kampfhandlungen an, falls Russland seine Truppen ab Weihnachten aus der Ukraine abziehen würde. Trotz des Angebots rechnet Selenskyj allerdings damit, dass die russische Armee auch weiter Luftangriffe auch sein Land fortsetzen werde - oder gibt es doch eine Chance auf Frieden?
Wie jetzt bekannt wird, soll Selenskyj der Regierung in Moskau indirekt vorgeschlagen haben, die russischen Besatzer ab Weihnachten aus der Ukraine abzuziehen. Ein solcher Schritt können dafür sorgen, dass Russland seine wahren Absichten erkennen lasse, verdeutlichte Selenskyj während einer Videoschalte beim G7-Gipfel in Berlin am Montag. Sollten die russischen Truppen aus der Ukraine abziehen, könne man damit eine Einstellung der Kampfhandlungen erreichen. “Und ich sehe keinen Grund dafür, warum Russland dies jetzt nicht tun sollte, zu Weihnachten. Die Antwort aus Russland wird dann zeigen, was man wirklich will“, erklärte Selenskyj. Trotzdem gehe man von ukrainischer Seite davon aus, dass die systematischen Luftangriffe auf die Energieinfrastruktur des Landes weitergehen werden. Die dabei entstehenden Schäden versuche man so gut wie möglich zu reparieren. Selenskyj verdeutlichte außerdem, dass man alles Menschenmögliche tue, um die notwendigen Ersatzteile für die Reparaturen ins Land zu bringen.