Die Lage für die russischen Truppen in der Ukraine ist schwierig. Denn sie sind nicht nur schlecht ausgerüstet, sondern auch die Stimmung fällt angesichts immer weiterer Niederlagen auf dem Schlachtfeld ständig weiter. Nun scheint es, als könnten die ukrainischen Truppen die Probleme bei der russischen Armee für einen weiteren Vorstoß ausnutzen.
Laut Experten des Institute for The Study of War (ISW) sollen sich viele Einheiten der russischen Armee in einer katastrophalen Lage befinden. Neben fehlender oder unbrauchbarer Ausrüstung macht vor allem die sinkende Moral in den Einheiten der Armee zu schaffen. Zuletzt war berichtet worden, dass eine Gruppen von Scharfschützen aus dem Gebiet Leningrad keine für ihre Aufgabe notwendigen Gewehre mehr bekommen. Sie erhielten stattdessen ganz normale Gewehre ohne Zielfernrohr. Reservisten würden für ihren Einsatz an der Front kaum vorbereitet werden. Zahlreiche Einheiten im westlichen russischen Militärbezirk können wegen Mangel an Ausrüstung nicht mit Panzerabwehrwaffen ausgebildet werden und auch die mechanisierte Infanterie der Russen, die eigentlich Schützenpanzer und andere gepanzerte Fahrzeuge auf dem Schlachtfeld einsetzen soll, könnte aktuell nur mit normalen Lkws üben. Zuletzt hatten sich Berichte gehäuft, nach denen viele russische Soldaten lieber plündern statt militärischen Aufgaben nachzugehen. Besonders in der Stadt Melitopol soll dies der Fall gewesen sein. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben jedoch nicht.