Bayern: Riesiger Goldschatz aus Museum gestohlen - 450 keltische Goldmünzen bei filmreifen Bruch geraubt!

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Blaulicht (1 / 1) 23.11.2022 10:38 Symbolbild imago


Spektakulärer Museumsraub! Wenn man die Einzelheiten des Raubs von 450 Goldmünzen aus einem Museum im bayerischen Manching hört, fühlt man sich automatisch an eine Szene aus der Filmreihe “Mission Impossible“ erinnert. Denn dort wurde der mehrfach gesicherte, unbezahlbare Goldschatz mitten in der Nacht aus dem Museum gestohlen. Was genau ist geschehen?

Keltischer Goldschatz aus bayrischem Museum entwendet

Wie das Museum in Manching auf seiner Internetseite schreibt, soll es sich bei den jetzt gestohlenen Münzen um den größten keltischen Goldfund des 20. Jahrhunderts handeln. Der Schatz war im Jahr 1999 entdeckt worden. “Ein außergewöhnlicher Beleg für das besondere Bedeutung Manchings als Zentrum des keltischen Handels und der ostkeltischen Welt“, hatten die Experten den Fund damals eingeordnet. Nun jedoch wurde der gesamte Schatz aus dem Museum im Landkreis Pfaffenhofen entwendet. Der dreiste Einbruch, bei dem insgesamt 450 Goldmünzen und ein großer Goldklumpen entwendet worden seien, hat in der Nacht zum Dienstag stattgefunden. Offenbar könnte auch ein anderer Vorfall was mit dem Einbruch in Verbindung stehen. So waren in einem Technikraum eines Mobilfunkanbieters die Datenleitungen für Telefon und Internet von 13.000 Personen zerstört worden. Bei diesem Zwischenfall seien mehrere Dutzend Mobilfunkmasten außer Betrieb gesetzt worden, was die Verbindung über mobile Endgeräte deutlich eingeschränkt hatte.

Diebe hatten Alarmsystem das Museums lahmgelegt

Dieser Vorfall, den die Polizei zunächst als Vandalismus eingeordnet hatte, erscheint nun in einem vollkommen anderen Licht. Denn jetzt berichtet die “Süddeutsche Zeitung“, dass das Alarmsystem des Museums über die zerstörten Leitungen mit der Polizei verbunden gewesen sei. Aus diesem Grund hatte das Alarmsystem beim Einbruch in das Römer- und Keltenmuseum den Alarm nicht an die zuständige Polizeidienststelle weiterleiten können. Im Augenblick ist die Polizei im Museum dabei, die Spuren des Einbruchs zu sichern. Bis auf weiteres wird das Museum deshalb für Besucher gesperrt bleiben. Ob außer dem Goldmünzen und dem Goldklumpen weitere Exponate gestohlen wurden, wird im Augenblick gerade überprüft. Nun muss die Polizei herausfinden, zu welcher Uhrzeit genau die Tat stattgefunden hat und wie die Diebe bei dem Einbruch vorgegangen sind.