Deutscher Klempner zieht in den Ukraine-Krieg um seine Großeltern aus Cherson zu befreien!

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News (1 / 1) 22.11.2022 10:36 Symbolbild imago


Was für eine rührende Geschichte! Weil seiner Großeltern in der von russischen Soldaten belagerten ukrainischen Stadt Cherson eingeschlossen waren, hatte sich der gelernte Klempner Erik N. (32) aus Cuxhaven in den Krieg in der Ukraine aufgemacht. Dort hatte der Mann aus Deutschland an der Seite von ukrainischen Soldaten gekämpft, um seine Großeltern aus der belagerten Stadt zu befreien. Gab es ein Happy End für Erik und seine Großeltern - bekanntlich konnte die Ukraine Cherson vor kurzem befreien!

Deutscher Klempner kämpft im Ukraine-Krieg

Jetzt erzählt Erik N. gegenüber den Medien von seinen Erlebnissen. “Immer wieder waren wir für Spezialmissionen an die Front gefahren, wo wir auch Feindkontakt hatten.“ Eine militärische Ausbildung hatte der Deutsche bis dahin nicht, was ihm letztendlich aber auch nicht fehlte. “Nichts kann einen darauf vorbereiten, was da los ist. Wenn man entdeckt wird dann wird aus allen Rohren gefeuert. Aber ich musste einfach nach Cherson“, erzählt der 32-Jährige. Angeblich habe die russische Armee sogar ein Kopfgeld von 125.000 Dollar auf ihn ausgesetzt. Diese hohen Kopfgelder sollen dazu beitragen, dass ausländische Kämpfer ausgeschaltet oder an die Russen ausgeliefert werden. Auch deshalb mussten die Reporter Sicherheitsabstand zum Fahrzeug des Kämpfers halten, um diesen nicht in Gefahr zu bringen. Nach der Flucht von Putins Truppen aus der Stadt ist Eric N. tatsächlich in Cherson angekommen.

Deutscher Klempner trifft seine Großeltern wieder

In der Stadt kommt es dann tatsächlich zum Happy End. Beide Großeltern von Erik N. haben die Besatzung der Russen überlebt. Enkel und Großeltern können sich bei einem tränenreichen Wiedersehen in die Arme schließen. “Ich hatte große Angst um meine Großeltern und bin heilfroh dass sie am Leben sind. Damit hat mein Kampf natürlich seinen Zweck erfüllt.“ Wie seine Großeltern ihm mitteilen, hätten sie sich lange Zeit im Keller versteckt, weil es auf der Straße einfach zu gefährlich gewesen sei. Trotzdem bleibt die Lage in Cherson natürlich weiter dramatisch. Dort gibt es weder Strom, Licht oder Wasser und auch keine Heizung. Außerdem beschießen die russischen Truppen die Stadt nun vom anderen Ufer des Flusses Dnipro. Obwohl Eriks Mission mit der Befreiung seiner Großeltern eigentlich abgeschlossen sein könnte, hat er sich dafür entschieden weiter zu kämpfen. “Ich mach so lange weiter, bis die Russen von hier weg sind. Die haben hier nichts zu suchen. Entweder ich überlebe das Ganze und komme nach Hause oder man wird mich hier begraben“, kündigt der 32-Jährige an.