Zum Schutz Deutschlands! "Deutschland muss auf Kriegswirtschaft umstellen!" - Spitzenbeamte warnen

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News (1 / 1) 22.11.2022 07:06 Symbolbild imago


Knallharte Forderung zum Schutz Deutschlands! Wolfgang Ischinger (76) war über Jahre deutscher Botschafter in Washington und leitete unter anderem die Münchner Sicherheitskonferenz so wie weitere wichtige Konferenzen rund um den Globus. Nun fordert der ehemalige Spitzenbeamte, dass die deutsche Wirtschaft sich auf Kriegswirtschaft umstellen soll. Was genau bedeutet das, und warum stellt Ischinger diese Forderung?

Ehemaliger Spitzenbeamter fordert Wirtschaft auf auf Kriegswirtschaft umzustellen

Jetzt hat Ischinger gegenüber den Medien zu verstehen gegeben, dass Deutschland in diesen Zeiten dringend auf eine Kriegswirtschaft angewiesen sei. “Der Bedarf an Geräten und Munition ist sowohl für die Bundeswehr als auch für die Ukraine riesengroß. Hier müssen bei der deutschen Wirtschaft entsprechende Prioritäten gesetzt werden“, findet Ischinger. Zudem bescheinigt der frühere Top-Diplomat vor allem der deutschen Verteidigungspolitik schwere Versäumnisse in der Vergangenheit. Trotz der Bereitstellung eines Sonderbudgets von 100 Milliarden Euro seien seitdem fast keine finanziellen Mittel abgeflossen. Dies liegt nach Ansicht des ehemaligen Diplomaten vor allem an Haushaltsquerelen, bürokratischer Vergabe und Angst vor der Kritik des Rechnungshofs. Die deutsche Rüstungsindustrie sei ziemlich schnell in der Lage, die Bundeswehr mit notwendigem Militärgerät und Munition zu versorgen.

Ehemaliger Top-Diplomat fordert Entscheidungen auf höchster politischer Ebene

Nach Meinung von Ischinger wäre die deutsche Industrie in der Lage Munition und Waffen zu liefern, wenn das Verteidigungsministerium marktverfügbare Produkte anfordern würde. Trotzdem würden wegen bürokratischer Hemmnisse kaum Bestellungen für die Bundeswehr aufgegeben. Diese Zeitverschwendung lasse sich nach Ischingers Meinung nur umgehen, wenn auf höchster politischer Ebene Entscheidungen getroffen werden. Dies müsse im Bundeskabinett geschehen. Außerdem verteidigt er seinen gebrauchten Ausdrucks Kriegswirtschaft, da offenbar vielen Leuten immer noch nicht klar sei, dass in Europa aktuell einen Krieg stattfindet, dessen Ende und Ausgang bisher nicht absehbar sei. Aus diesem Grund forderte Ischinger die deutsche Wirtschaft auf, nun der Ukraine militärisch finanziell und humanitär weiterzuhelfen. Sollte die Ukraine diesen Krieg verlieren, dann würde Europa eine Periode schwerster sicherheitspolitischer Unsicherheiten drohen. Deren Folgen wären für die europäische Wirtschaft kaum abschätzbar.