Bundeswehr fehlen sogar Hosen! Wehrbeauftragte der Bundeswehr ist sauer - Munition für 20 Milliarden fehlt!

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News (1 / 1) 20.11.2022 16:00 Symbolbild imago


Zuletzt wurde berichtet, dass die Bundeswehr trotz des von der Bundesregierung zugesagten Sondervermögens von 100 Milliarden Euro noch immer Probleme mit dem Kauf von Ausrüstung, Waffen und Munition hat. Nun äußert sich die Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Eva Hoegl (53, SPD) gegenüber der “BILD am Sonntag“ zur aktuellen Lage - und dabei kommen peinliche Details heraus! Der Bundeswehr fehlen sogar Hosen!

Eva Hoegl kritisiert fehlender Ausrüstung der Soldaten

Obwohl die Hilfe der Bundesregierung schon kurz nach dem Beginn des Ukraine-Krieges beschlossen worden war, scheint man die Finanzspritze bisher in der täglichen Arbeit bei der Bundeswehr noch nicht zu bemerken. Laut der Wehrbeauftragten Eva Högl fehle es den Soldaten der Bundeswehr zum Teil an alltäglichen Dingen. Laut Hoegl wurde für die Ausrüstung der Soldaten ein Etat von 2,4 Milliarden Euro bereitgestellt. Bis allerdings jeder Soldat über seine persönliche Ausstattung verfügt, wird es wohl 2025 werden. Hoegl kritisierte in diesem Zusammenhang, dass sich das Tempo bei der Beschaffung der persönlichen Ausstattung bisher nicht stark verbessert habe. Als Beispiel nennt sie die 43 Soldaten, die in der kommenden Woche zum Auslandseinsatz nach Mali fliegen. Diese würden noch immer auf ihre fehlenden Jacken und Hosen warten. Als weiteres Beispiel nennt Hoegl die Soldaten des Panzergrenadierbataillons 411, die insgesamt 7 Monate an der NATO-Ostflanke in Litauen im Einsatz gewesen waren ohne über Schutzwesten zu verfügen. Zudem sollen den Soldaten in Litauen auch Kälte und Nässeschutz gefehlt haben, der erst Monate später nachgeliefert wurde. Gleichzeitig weist die SPD-Politikerin daraufhin, dass der Bundeswehr im Augenblick Munition im Wert von rund 20 Milliarden Euro fehlen soll.

Lieferung der Munition lässt auf sich warten

Allem Anschein nach werden sich die Probleme bei der Munition auch nicht auf die Schnelle lösen lassen. Hoegl jedenfalls wäre zufrieden, wenn dieses Problem noch in der aktuellen Legislaturperiode bis ins Jahr 2025 aus der Welt geschafft wird. Denn für die benötigte Munition gibt es nicht einmal genügend Munitionslager. Gerade erst vor kurzem wurde mit der Bauplanung angefangen, weil dieses Thema laut Hoegl über Jahre verschleppt wurde. Von dem Sondervermögen der Bundeswehr werden wohl erst im kommenden Jahr die ersten 8,4 Milliarden Euro ausgegeben werden. Für das Jahr 2023 rechnet man bei der Bundeswehr dann auch mit der Lieferung der dringend benötigten digitalen Funkgeräte. Hoegl plädierte dafür nun mehr Tempo bei der Ausgabe des Sondervermögens an den Tag zu legen. Nur auf diese Weise könne man der Aufgabe der Landes- und Bündnisverteidigung nachkommen. Aktuell sein laut Angaben der Wehrbeauftragten insgesamt 20.000 Dienstposten bei der Bundeswehr offen. Durch die aktuelle Corona-Pandemie betrage die Einsatzkapazität bei einzelnen Verbänden nur rund 60 Prozent. Bis ins Jahr 2031 soll die Anzahl der Soldaten bei der Bundeswehr deshalb von 182.000 auf 203.000 ansteigen. Trotzdem sieht Högel auch diese Zahlen noch als zu knapp bemessen an und warnt davor, dass man bei dieser geringen Zahl immer wieder entscheiden müsse, ob man Einsätze und Aufträge annehmen könne.