Waren alle Corona-Maßnahmen nutzlos? Inzidenzen sinken ohne die Einschränkungen im ganzen Land!

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Corona (1 / 1) 17.11.2022 14:32 Symbolbild imago


Die aktuellen Karten der Inzidenzwerte in Deutschland stellen die gesamte Corona-Politik der letzten Jahre in Frage. Denn ohne jegliche Maßnahmen ist die 7-Tage-Inzidenz in den letzten 30 Tagen von 700 Ansteckungen je 100.000 Einwohner auf 203 gesunken. Man kann also einen deutlichen Rückgang der Zahlen erkennen, ohne das neue Corona-Maßnahmen angewendet worden waren. War der Lockdown und alle Maßnahmen also umsonst?

Waren Corona-Maßnahmen während der Pandemie sinnlos?

Angesichts dieser Entwicklung stellt sich nun natürlich die Frage, ob die Zahlen in Deutschland auch bei den letzten Corona-Wellen ohne die in Deutschland angewendeten Knallhart-Regeln von alleine zurück gegangen wären? Während der Pandemie hatte die Bundesregierung immer wieder auf strenge Einschränkungen gesetzt. Erst Ende November hatte der amtierende Gesundheitsminister Karl Lauterbach wieder strengere Maßnahmen gefordert:: “Wir befinden uns ganz klar am Beginn der Herbst- und Winterwelle“, hatte der SPD-Politiker argumentiert und vor Inzidenzwerten jenseits der 1.000 gewarnt. Zudem hatte Lauterbach prognostiziert, dass die Welle von alleine nicht enden werde. Die jetzt veröffentlichten Daten scheint diese Aussagen von Lauterbach jedoch zu widerlegen. Dieser jedoch glaubt, dass der Rückgang der Zahlen mit dem guten Wetter in Deutschland zusammenhängt und setzt auch weiter auf die Wirkung von Einschränkungen.

Lauterbach wettert gegen die Abschaffung der Isolationspflicht

In den letzten Tagen hatte der Gesundheitsminister vor allem die in Bayern und Baden-Württemberg in Kraft getretene Abschaffung der Isolationspflicht kritisiert. Zudem spricht sich Lauterbach auch gegen den Vorstoß einiger Bundesländer aus, künftig die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr wieder abzuschaffen. Dies habe laut Lauterbach eine massive Welle von Infektionen zur Folge. Eine differenzierte Meinung vertritt der Virologe Hendrik Streeck. Er ist der Auffassung, dass die Maßnahmen eine Coronawelle reduzieren, aber letztlich nicht brechen können. Ähnlich sieht die Situation auch Kassenärzte Chef Andreas Gassen. Dank der zahlreichen Geimpften und Genesenen erledige sich die Infektionswelle von alleine. Zudem habe sich gezeigt, dass die neuen Corona-Varianten zwar sehr ansteckend sind, aber eben auch einen weniger schweren Verlauf aufweisen. Auch aus diesem Grund warnt der Virologe Klaus Stöhr (63) die Bundesregierung davor, in diesem Herbst und Winter auf Beschränkungen zu setzen. Mittlerweile sei klar, dass diese lediglich eine überschaubare Wirkung hätten.