Ein Militärexperte vermutet, dass der von der russischen Regierung angekündigte Truppenabzug aus der südukrainischen Stadt Cherson für die Soldaten eine blutige Angelegenheit werden könnte. Denn die Truppen des Kremls sitzen in Cherson in einer regelrechten Todesfalle. Schuld daran könnte die unfähige Militärführung der russischen Armee sein. Wird dies Putins Stalingrad? Hier die aktuelle Lage:
Der Rückzug der russischen Truppen hat auch bei internationalen Militärexperten für Diskussionen gesorgt. Der ehemalige australische General Mick Ryan hatte zum Beispiel prognostiziert, dass Wladimir Putin eine Erklärung brauche, mit der er in der Heimat bei der russischen Bevölkerung punkten könne. Denn der Verlust der seit den ersten Tagen des Krieges besetzten Stadt dürfte in Russland für riesigen Diskussionsstoff sorgen. Vor allem russische Nationalisten hatten die Entscheidungen des Kremls während des Ukraine-Kriegs bereits mehrfach scharf kritisiert. Und es könnte sogar noch dicker kommen! Denn wie der amerikanische Ex-Generalleutnant Mark Hertling bei Twitter analysiert, sitzen die russischen Truppen in einer Todesfalle. Nach Hertling Meinung habe die russische Armee einen riesigen logistischen Fehler begangen. Denn während sich zahlreiche Russen über den Fluss zurückgezogen haben, ist dies für 10.000 bis 25.000 russische Soldaten unmöglich, da die Ukraine sämtliche Brücken gesprengt hat. Deshalb sitzen nun viele der Kreml-Schergen in einer Falle ohne Ausweg.