Heeresinspekteur schlägt Alarm - Bundeswehr im Kriegsfall wohl nicht verteidigungsfähig!

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Heeresinspekteur schlägt Alarm - Bundeswehr im Kriegsfall wohl nicht verteidigungsfähig!

News (1 / 1) 12.11.2022 08:10 / Angela Symbolbild imago


Aus der Politik hatte die Bundeswehr in den vergangenen Monaten nach dem Start des Krieges in der Ukraine ein 100-Milliarden-Euro-Paket erhalten, um neue Waffen und Munition zu kaufen. Trotzdem sei die Bundeswehr aktuell nicht in der Lage einen Kampf über mehrere Wochen durchzuführen. An diesem schlechten Zustand der Bundeswehr soll aber auch der Krieg in der Ukraine zum Teil mit Schuld sein. Doch jetzt schlägt Heeres Inspekteur Alfons Mais Alarm - so könnte die Bundeswehr Deutschland nicht verteidigen!

Bundeswehr geht noch immer auf dem Zahnfleisch

Offenbar wird die Sorge bei der Bundeswehr immer größer. Obwohl die Bundesregierung der Bundeswehr 100 Milliarden Euro Sondervermögen für den Kauf von Waffen, Munition und Ausrüstung zur Verfügung gestellt hat, gibt es mehrere Monate nach dem Beschluss noch immer keine große Verbesserung bei der Ausstattung und der Modernisierung der Bundeswehr. “Momentan ist die Verteidigungsfähigkeit und die materielle Einsatzbereitschaft des Heeres nicht grösser als noch am 24. Februar“, verdeutlicht Mais bei einem Gespräch mit der “Süddeutschen Zeitung“. Schon zu Beginn des Krieges hatte Mais gewarnt, dass die Bundeswehr nicht in der Lage sei, einen Krieg über mehrere Wochen zu führen. Während der letzten Monate musste die Bundeswehr dann auch zahlreiches Material und Waffen an die Ukraine liefern. Hier sieht Mais vor allem ein Problem, dass es sehr lang dauert, bis die Bundeswehr dieses Material ersetzt bekommt. Auch deshalb kommt der Offizier zu dem Urteil, dass man jetzt sogar noch weniger Waffen und Munition habe als vor Beginn des Krieges. Bis sich das vom Bund gezahlte Sondervermögen von 100 Milliarden Euro auswirke, wird es vermutlich noch mehrere Jahre dauern, prognostizierte Mais. Gegen Ende dieses Jahres soll die Bundeswehr offenbar erste Lieferung von persönlicher Ausstattung wie Helme, Nachtsichtgeräte und Bekleidung erhalten. Zudem könnten dann auch moderne Funkgeräte an die Bundeswehr geliefert werden, die dort dringend benötigt werden.