Wie Experte Erich Vad behauptet, soll der nun vom russischen Verteidigungsministerium angekündigte Rückzug der Truppen aus der südukrainischen Stadt Cherson für den russischen Präsidenten Wladimir Putin keine Niederlage bedeuten. Stattdessen warnt der ehemalige Berater von Altkanzlerin Angela Merkel vor einer Eskalation des Konflikts durch weitere Waffenlieferungen. Wie soll Deutschland nun reagieren?
Mittlerweile haben sich die Kämpfe vor Ort in der Ukraine zu einem Abnutzungskampf für beide Seiten entwickelt. Aus diesem Grund erwarten Experten vor allem im Winter wenig Bewegung an der Front. Im Westen könne man den russischen Rückzug aus Cherson als Sieg auffassen und dies sei positiv, wie der deutsche Militärexperte Erich Vad im Gespräch mit den Medien verdeutlicht. Trotzdem bedeute dieser ukrainische Erfolg keine Wende des Militärgeschehens. Nach Einschätzung von Vad seien die militärischen Kräfte im Augenblick in der Phase eines Unentschiedens. “Es gibt keine militärische Lösung im Ukraine-Krieg“, ist sich der ehemalige Berater von Angela Merkel sicher und plädiert für einen baldigen Einstieg in Verhandlungen. Noch ist Vad mit dieser Position in Deutschland relativ alleine. Die meisten Experten empfehlen hingegen weitere Waffen für einen militärischen Sieg der Ukraine zu liefern.