Könnte die Welt tatsächlich am Rand einer neuen Atom-Katastrophe stehen? Am Dienstag hatte der russische Präsident Wladimir Putin erneut mit dem Einsatz von Atomwaffen und taktische Nuklearwaffen gedroht. Nun äußert sich ein ehemaliger Berater von Altkanzlerin Angela Merkel zu dem Thema und weist auf die unabsehbaren Folgen hin, falls Wladimir Putin seine Drohung tatsächlich umsetzt.
Nun gibt Christoph Heusgen (67) seine Einschätzung der aktuellen Lage ab. Von Seiten der USA haben man Russland deutlich zu verstehen gegeben, dass die Nutzung nuklearer Waffen katastrophale Konsequenzen für Russland hätte. In diesem Zusammenhang kommt Heusgen zu dem Schluss, dass die russischen Generäle die selbstmörderischen Anordnungen zum Einsatz von Atomwaffen wohl kaum umsetzen würden. Mit einem solchen Akt würde sich Putin selbst weltweit isolieren. Nicht einmal die Chinesen würden Russland den Einsatz von Atomwaffen durchgehen lassen. Dass Putin trotzdem weiter mit dem Einsatz der Waffen droht sei nach Ansicht Heusgens allerdings kein Zufall. Denn diese Drohung zielt vor allem auf Deutschland ab. Mit dieser Drohung sollen Ängste geschürt werden, damit Druck auf die deutsche Regierung ausgeübt wird, um die Unterstützung für die Ukraine zu schwächen. “Wir sind zurück in der Logik des Kalten Krieges“, analysiert Heusgen.