Im Augenblick versucht die ukrainische Armee vor allem im Süden des Landes rund um die Gebietshauptstadt Cherson weitere Gebiete aus der Hand der russischen Besatzer zurückerobern. Unterdessen wird bekannt, dass die russischen Soldaten im Osten des Landes damit begonnen haben Stellungen und Panzersperren zu bauen. Dies geschieht allerdings gut 50 Kilometer hinter der derzeitigen Frontlinie. Was planen die Besatzer?
Die Bauarbeiten zum Ausbau von Stellungen und Panzersperren lassen sich auf den aktuellen Satellitenbildern der Europäischen Raumfahrtagentur ESA deutlich erkennen. In einiger Entfernung hinter der Front wurden bereits hunderte kleiner Betonpyramiden in 2 Linien angeordnet. Diese zweite Verteidigungslinie befindet sich ganz in der Nähe der Ortschaft Hirske und soll im Ernstfall wohl die ukrainischen Militärfahrzeuge aufhalten. Hirske liegt jedoch 25 Kilometer südlich von Lyssytschansk, einer Stadt die sich unter russischer Kontrolle befindet und rund 50 Kilometer östlich von Bachmut, wo aktuell die Frontlinie verläuft. Laut dem Nachrichtensender CNN sollen Experten die Panzersperre mit einer Länge von 1,6 Kilometern als “Wagner-Linie“ bezeichnen, weil es offenbar die russische Söldnergruppe war, die für den Bau der Verteidigungsanlage verantwortlich gewesen ist. Neben den Betonpyramiden kann man auch ausgehobene Verteidigungsgräben sehen. Die Auswertung der Satellitenbilder hat ergeben, dass die Anlage zwischen dem 25. September und 5.Oktober errichtet wurde.