Jens Spahn packt aus! Abrechnung mit Söder und Drosten wegen Schul-Lockdowns!

Seite 1 von 2

News (1 / 1) 22.09.2022 20:12 Symbolbild imago


Jetzt kommt alles ans Licht! Schon im April 2020 hatte der damalige Gesundheitsminister Jens Spahn zu Beginn der Corona-Pandemie prognostiziert: “Wir werden einander viel verzeihen müssen.“ Denn besonders er als Gesundheitsminister war für die Pandemiebekämpfung verantwortlich bei der es zum Teil zu schweren Versäumnissen und Pannen gekommen war. Nun hat Spahn die Zeit der Corona-Pandemie in einem Buch verarbeitet. In seinem Buch geht er dann aber nicht nur kritisch mit seiner eigenen Rolle um, sondern übt auch Kritik an anderen Politikern und Medizinern - und vor allem Markus Söder!

Jens Spahn kritisiert Markus Söder und Christian Drosten wegen der Schulschließungen im Frühjahr 2020

In seinem gerade fertiggestellten Buch macht Spahn den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder als Hauptverantwortlichen dafür aus, dass die Schulen in ganz Deutschland im Frühjahr 2020 geschlossen wurden. Zu Beginn der Pandemie waren der Regierung viele Politiker der Meinung, dass sowohl Schulen als auch Kitas weiter geöffnet bleiben sollen. Doch dann soll eine Ministerpräsidentenkonferenz vom 12. März 2020 für ein Umdenken gesorgt haben. Bei dieser Sitzung soll wohl der deutsche Virologe Christian Drosten, der sich bis dahin immer gegen Schulschließungen ausgesprochen hatte, seine Meinung geändert haben. Dies hatte Drosten mit Rücksprachen mit Kollegen aus dem Ausland und neuesten Forschungsergebnissen begründet. Offenbar hatte er von einem amerikanischen Kollegen einen wissenschaftlichen Artikel zugesendet bekommen, der darauf hinwies, dass man die spanische Grippe (1918-1920) mit einem Stopp von Veranstaltungen und Schulschließungen in den Griff bekommen habe. Sogar die Argumente für Schulschließungen habe Drosten von seinem amerikanischen Kollegen mitgeliefert bekommen. Der amerikanische Experte argumentierte, dass Schüler beim Coronavirus eine Brückenfunktion zwischen den Altersgruppen ausüben würden. Später hatte sich dies im Zusammenhang mit Corona aber als falsch herausgestellt.

Zahlreiche Politiker ändern ihre Meinung

Deshalb habe laut Spahn ein Umdenken bei vielen Politikern eingesetzt. Trotzdem habe man sich zunächst noch auf regionale Schulschließungen verständigt. Dann jedoch hatte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder schon am nächsten Morgen Schulschließungen für den gesamten Freistaat Bayern öffentlich angekündigt. Laut Spahn habe Söder so eine Dynamik in Gang gesetzt, die schließlich im bundesweiten Schul-Lockdown gipfelte. Denn schon wenige Stunden später seien andere Bundesländer diesem Beispiel gefolgt erklärte Spahn in seinem Buch. “Eine Dynamik war in Gang gesetzt, die sich nicht mehr bremsen ließ“, steht in Spahns Buch geschrieben. Laut Spahn Meinung sei danach kein Ministerpräsident und kein Kultusminister mehr in der Lage gewesen, diesem Druck standzuhalten. Spahn selbst kommt zu dem Schluss, dass eine bundesweite Schließung von Schulen und Kindergärten im März 2020 rückblickend nicht notwendig gewesen sei. Aus diesem Grund seien Schüler, Kinder und Jugendliche zu den Hauptleidtragenden der Pandemie geworden. “Sie sind es, die wir politischen Verantwortlichen jetzt um Verzeihung bitten müssen“, schreibt Spahn weiter.

Jens Spahn zeigt sich selbstkritisch

Aber auch selbst macht sich der ehemalige Gesundheitsminister Vorwürfe. So bezeichnete er es als unentschuldbar, dass er selbst am 20. Oktober 2020 an einem Spenden-Dinner in Leipzig teilgenommen habe, während man alle Bundesbürger dazu aufgefordert hatte, zu Hause zu bleiben und ihre sozialen Kontakte einzuschränken. Am Tag danach war Spahn dann positiv auf Corona getestet worden. “Ich hätte klüger sein müssen, mein Instinkt hat an diesem Tag nicht gut funktioniert. Als Gesundheitsminister hatte ich in dieser Lage eine Vorbildfunktion, die ich an diesem Abend nicht erfüllt habe. Und das hat mich zu recht eingeholt“, zeigt sich Spahn in seinem Buch selbstkritisch. Zudem stellt Spahn in seinem Buch klar, dass es ebenfalls ein Fehler gewesen sei, juristisch gegen die Presseberichterstattung über den Kauf einer Villa in Berlin-Dahlem vorzugehen.