Staatsanwaltschaft verklagt Donald Trump! EX-Präsidenten wegen Betrugs angeklagt!

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News (1 / 1) 22.09.2022 06:30 Symbolbild imago


Erst die FBI Durchsuchung - jetzt das! Wieder einmal droht der Familie des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump juristischer Ärger. Denn nun hat sich die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates New York entschlossen eine Zivilklage gegen den Geschäftsmann wegen Betruges zu erheben.

Staatsanwaltschaft in New York verklagt Donald Trump

Wie die Generalstaatsanwältin Leticia James am Mittwoch in New York informierte, sei die Erhebung der Anklage gegen den ehemaligen US-Präsidenten die Arbeit von 3 Jahren zivilrechtlichen Ermittlungen. Neben dem ehemaligen US Präsidenten sind auch dessen 3 älteste Kinder Donald Jr., Ivanka und Eric Trump angeklagt. Zudem werden in der Klageschrift auch die beiden langjährigen Führungskräfte Allen Weisselberg und Jeffrey McConney angeklagt. Den Angeklagten wird vorgeworfen die Finanzen des Unternehmens immer dem Bedarf angepasst zu haben und diese entweder grösser oder kleiner gerechnet zu haben. Dies sei offenbar geschehen, um Steuern zu sparen oder um neue Kredite aufzunehmen. Nach Angaben von Letitia James soll unter anderem die Deutsche Bank Trump Kredite wegen gefälschter Unterlagen genehmigt haben. “Donald Trump hat sein eigenes Vermögen um Milliarden von Dollar aufgebläht und sich so ungerechtfertigt bereichert und das System betrogen“, erklärte James. Für dieses Verfahren habe man 3 Jahre lang zivilrechtliche Ermittlungen gegen Trumps Firmen durchgeführt, 65 Zeugen befragt und Millionen von Dokumenten ausgewertet. Wie die Staatsanwältin verdeutlichte, will sie eine Geldstrafe von insgesamt 250 Millionen Dollar fordern. Außerdem will sie ein gerichtliches Urteil erreichen, das es Donald Trump und seiner Familie für immer verbietet, Geschäfte im Bundesstaat New York zu machen.

Trumps Anwälte kritisieren Anklageerhebung

Wie nicht anders zu erwarten, haben die Anwälte von Donald Trump die Klageerhebung durch die Staatsanwaltschaft in New York kritisiert. Sie sprachen in diesem Zusammenhang gar von einer Farce. Sie beschuldigten die Generalstaatsanwältin ihre eigene politische Agenda damit vorantreiben zu wollen, gab Trump-Anwältin Alina Habba gegenüber der Presse zu Protokoll. Tatsächlich gehören in den USA die Generalstaatsanwälte meist einer Partei an und werden von der Bevölkerung gewählt. Leticia James ist Mitglied der Demokratischen Partei. Deswegen hatte Trump die Verfahren gegen ihn als politisch motiviert bezeichnet und von einer “Hexenjagd“ gesprochen. Allerdings handelt es sich nicht um das einzige juristische Problem vom Trump. Zurzeit ermittelt das FBI gegen den ehemaligen Präsidenten, weil dieser vertrauliche und geheime Dokumente mit auf sein privates Anwesen nach Mar-a-Lago genommen hatte. Diese waren bei einer Razzia das FBI sichergestellt worden. Zudem wird ermittelt weil Trump bei der Auszählung der Stimmen zur Wahl 2020 die Wahlleitung im Bundesstaat Georgia unter Druck gesetzt haben soll. Im US-Senat werden die Vorfälle um den Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021 untersucht. Auch in diesem Fall könnte Trump eine strafrechtliche Verfolgung drohen. Trump selbst spielt mit dem Gedanken im Jahr 2024 erneut für die Präsidentschaft der Vereinigten Staaten zu kandidieren. Eine Verurteilung würde dies zwar verhindern, doch Rechtsexperten sind sich einig, dass die Gerichtsverfahren gegen Donald Trump bis zur Wahl im November 2024 nicht abgeschlossen sein werden.