Kriegsende "So schnell wie möglich!" - Putin will Frieden! Türkischer Präsident Erdogan ist nach Treffen sicher

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News (1 / 1) 21.09.2022 06:38 Symbolbild imago


Ist der Frieden ganz nah? Erst in der vergangenen Woche war der türkische Präsident Erdogan auf einem Gipfel in Usbekistan mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zusammengetroffen. Nun erklärte Erdogan in einem Interview überraschende Dinge. So soll der russische Präsident Wladimir Putin offenbar bereit sein, den Krieg schnellstmöglich zu beenden. Bei dem Interview machte Erdogan deutlich, das alle besetzten Gebiete von den Russen in der Ukraine zurückgegeben werden müssten. Dazu zählt Erdogan auch die seit 2014 besetzte Halbinsel Krim. Kann es wirklich Frieden geben?

Türkischer Präsident Erdogan äußert sich zum Ukraine-Krieg

Überraschend hat sich jetzt der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan zum Ukraine-Krieg zu Wort gemeldet. Dabei forderte Erdogan die Russen dazu auf, sämtliche besetzten Gebiete in der Ukraine zurückzugeben. Dies erklärte Erdogan bei einem Interview mit dem amerikanischen Fernsehsender “PBS“ am Montagabend. Dabei verdeutlichte Erdogan, dass dies auch für die seit 2014 von Russland annektierte Halbinsel Krim gelten müsse. Er selbst habe seinen Freund Putin bereits seit einigen Jahren gebeten, die Krim an die Ukraine zurückzugeben. Erdogan bedauerte aber, dass die Verhandlungen bisher nicht zu diesem Ergebnis geführt hätten. Stattdessen hatte die russische Armee am 24. Februar mit einer Invasion in der Ukraine begonnen und große Teile im Süden und Osten des Landes besetzt. Aktuell soll die russische Armee mindestens ein Fünftel des ukrainischen Staatsgebietes besetzt halten. Trotzdem ist Erdogan zuversichtlich, dass Putin die Operation in der Ukraine so schnell wie möglich zu einem Abschluss bringen möchte. Dies sei jedenfalls der Eindruck gewesen, denn ihm der russische Präsident beim Treffen in Usbekistan vermittelt habe.

Erdogan sieht die UN in der Pflicht

Wegen möglicher im Krieg begangene Kriegsverbrechen sieht der türkische Präsident die Vereinten Nationen in der Pflicht. Außerdem appellierte Erdogan für unabhängige Untersuchungen. So sei es angeblich nicht das Ziel, einer Seite die gesamte Schuld an den Vorgängen im Krieg zu geben. Zudem forderte Erdogan auch dazu auf zu untersuchen, welche Vorfälle im Vorfeld der Invasion für die Eskalation des Konflikts gesorgt haben könnten. Zudem zeigte Erdogan Verständnis dafür, dass sowohl Finnland als auch Schweden einen Antrag zur Aufnahme in die NATO gestellt hatten. Lange Zeit hatte Erdogan die Bemühungen um eine Mitgliedschaft dieser beiden Länder abgelehnt und dies damit begründet, dass Schweden “eine Wiege des Terrorismus“ sei. Dies begründete Erdogan mit der Weigerung Schwedens in dem skandinavischen Land lebende Mitglieder der kurdischen Arbeiterpartei PKK an die Türkei auszuliefern. Aus diesem Grund erneuerte Erdogan nun seine Vorwürfe. Angeblich sehe man die Terroristen in Schweden immer wieder auf Protestveranstaltungen. Zuletzt äußerte sich Erdogan auch zu den im nächsten Jahr anstehenden Wahlen in der Türkei. Dabei gab er sich zuversichtlich, erneut in seinem Amt bestätigt zu werden.