Friert der Winter den Krieg ein? Ist der Winter jetzt auf Putins Seite? Besatzung oder Befreiung!

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News (1 / 1) 18.09.2022 17:24 Symbolbild imago


Ist der Winter jetzt auf der Seite der Russen? In den letzten Jahren hatten sich russische und ukrainische Kämpfer im Osten des Landes fast 8 Jahre lang gegenübergestanden, ohne dass sich die Frontlinien dabei massiv verschoben hatten. In den letzten Tagen konnte die ukrainische Armee nun große Gebiete aus den Händen der russischen Besatzer befreien. Trotzdem gibt es Befürchtungen, dass die kalte Zeit dafür sorgen könnte, den Vormarsch der ukrainischen Truppen praktisch einzufrieren. Auch Militärexperte Gustav Gressel (43) hält dieses Szenario für durchaus möglich.

Militärexperte sieht Stellungskrieg als mögliches Szenario an

Offenbar hält es Militärexperte Gressel für möglich, dass sich die Fronten während des Winters nicht allzusehr verschieben. In diesem Zusammenhang verweist Gressel auf einen möglichen Stellungskrieg mit offiziellem oder inoffiziellen Waffenstillstandsabkommen. Würde sich dieses Szenario durchsetzen, würden die Truppen über einen Großteil des Winters ihre Stellungen halten. Dies wäre für die Ukraine allerdings eines der schlechtesten Szenarien. Aus diesem Grund glaubt Gressel auch nicht, dass es tatsächlich zustande kommt. Angesichts der aktuellen Lage vermutet der Militärexperte, dass die Ukraine ihre Gegenoffensive immer weiter vorantreiben werde. Sollte die ukrainische Armee dabei auf genügend gepanzerte Fahrzeuge und Kampfpanzer zurückgreifen können, hält es der Experte für möglich, dass die Ukraine große Teile der derzeit von Russland besetzten Gebiete zurückerobern könnte.

Militärexperte sicher: Ukraine ist auf westliche Waffenlieferungen angewiesen

Damit sich das Unternehmen allerdings zu einem Erfolg für die Ukraine entwickelt, sei es immens wichtig, dass das Land auf die Hilfe der westlichen Staaten zählen kann. Dazu gehöre auch die Lieferung von dringend benötigten Schützenpanzern und Kampfpanzern, verdeutlichte Gressel. Außerdem gab Gressel zu bedenken, wie wichtig es sei, auch die humanitäre Lage in der Ukraine nicht aus den Augen zu verlieren. Zuletzt hatte die russische Armee Heizkraftwerke, Stromleitungen und Staudämme angegriffen. Damit die Ukraine ihren Widerstand weiter fortsetzen könnte, müsste das Ausland dabei helfen, die Überlebensfähigkeit und Winterfestigkeit der Ukraine sicherzustellen.