Nach starkem Anstieg der Spritkosten - Jetzt könnte ein AdBlue-Mangel weitere Folgen für alle haben

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News (1 / 1) 18.09.2022 07:26 Symbolbild imago


In den letzten Monaten waren die Preise von Benzin und Gas immer weiter angestiegen. Dies führt nun dazu, dass auch die Produzenten von AdBlue unter Druck geraten. Denn wenn diese Dieselbeimischung fehlt, müssten Hunderte LKW‘s in Deutschland ihre Arbeit unterbrechen. Sollte es soweit kommen, könnten ganze Lieferketten zusammenbrechen.

Probleme wegen möglichem Mangel von AdBlue

Die Verbraucher haben in den letzten Monaten nichts zu lachen. Bei Gas, Benzin und Strom waren zum Teil heftige Preissteigerungen aufgetreten. Vor allem der russische Angriffskrieg in der Ukraine hat dafür gesorgt, dass die explodierenden Kraftstoffpreise für Speditionen und Logistikunternehmen kaum noch zu stemmen sind. Denn diese Kosten müssen im Endeffekt an die Abnehmer weitergegeben werden. Und nun droht der Branche bereits der nächste Preisanstieg. Wie jetzt bekannt wird, droht ein Mangel von AdBlue. Diese Beimischung für Dieselkraftstoffe, die auf Harnsäure basiert, wird nun ebenfalls teurer und knapp. Eine Auswirkung auf die Lieferketten und danach auf die Konsumenten kann nicht ausgeschlossen werden. AdBlue hilft dabei, die Stickstoffemissionen der Dieselmotoren zu reduzieren. Seit über 10 Jahren werden Lastwagen so produziert, dass ihre Motoren ohne die Beimischung von Adblue nicht mehr korrekt funktionieren. Diese schalten dann in den Notbetrieb herunter, was die Geschwindigkeit deutlich drosselt.

Mangel an AdBlue erwartet

AdBlue ist ein Nebenprodukt der Düngemittelindustrie. Für seine Herstellung ist jedoch Erdgas notwendig. Hergestellt wird AdBlue in Deutschland von der Firma SKW Stickstoffwerke Piesteritz in Wittenberg. Doch dort herrscht zurzeit wegen der hohen Gaspreise ein Produktionsstopp und Kurzarbeit. Denn die Herstellung von Dünger und AdBlue benötigt eine große Menge an Gas. Zurzeit verhandelt das Unternehmen mit der sächsischen Landesregierung, wie es zukünftig weitergehen soll. Offenbar soll eine Lösung gefunden werden, damit das Unternehmen auch weiter AdBlue herstellen kann. Denn darauf ist nahezu jeder Lastwagen in Deutschland angewiesen. Sollten der Schwerverkehr stillstehen, dann drohen nicht nur den Unternehmen schwerwiegende Konsequenzen. Zwar sei es theoretisch möglich, die Lastwagen auch ohne AdbBue zu betreiben, doch dazu müsste die Software der Schwerlaster verändert werden. Außerdem müssten gesetzliche Regelungen angepasst werden, weil der Ausstoß an Stickoxiden deutlich ansteigen würde. Ein totaler Stopp der Lastwagen ist keine Lösung. Denn ohne Transport würden die Lieferketten zusammenbrechen, was dann zum Mangel von Produkten in allen möglichen Geschäften führen würde.