Neue Corona-Variante rollt auf Deutschland zu! BJ.1 verfügt über extreme Mutationen

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Corona (1 / 1) 15.09.2022 17:22 Symbolbild imago


Wissenschaftler glauben, dass die neue Corona-Variante BJ.1 den Verlauf der Pandemie beeinflussen könnte, weil sie über außergewöhnlich viele Mutationen verfügt. Schon jetzt scheinen die Wissenschaftler zu befürchten, dass BJ.1 in der Lage sein könnte, den Immunschutz erfolgreicher zum gehen.

Neue Mutanten des Coronavirus aufgetaucht

Auch wenn die Corona-Pandemie mittlerweile ein wenig in Vergessenheit geraten ist, produziert das heimtückische Virus auch weiterhin Mutationen. Allem Anschein nach macht sich nun eine neue Mutation in Europa breit. Diese wird von den Wissenschaftlern als Variante BJ.1 bezeichnet. An ihr ist ungewöhnlich, dass sie eine hohe Anzahl von Mutationen im Spike-Protein aufweist. Nach Aussagen von Wissenschaftlern ist die Anzahl der Mutationen bei dieser Variante rekordverdächtig. Entdeckt worden war die Variante BJ.1 zunächst in Indien. Mittlerweile hat sie aber auch ihren Weg in die USA und nach Europa gefunden. In Österreich waren bereits mehrere Fälle registriert worden. Wissenschaftler besorgt die hohe Anzahl von Mutationen im Spike-Protein. Denn damit dockt das Virus an die Körperzellen an. Wenn sich deren Beschaffenheit verändert, kann dies dem Virus erleichtern den Immunschutz der Personen zu umgehen. Deshalb rechnen die Forscher mit einer höheren Ansteckungsfähigkeit der neuen Variante. Allerdings müsse man die neue Variante noch weitergehend beobachten, bis man sichere Aussagen treffen könnte. Denn neben den vielen Mutationen gibt es noch weitere Faktoren, dir einen Einfluss darauf haben, ob sich eine Virus-Variante durchsetzt.

Gefahr durch BJ.1 noch weitgehend unklar

Da bisher nur wenige Fälle in Europa registriert worden sind, steht noch nicht fest, ob die Variante BJ.1 tatsächlich eine höhere Gefahr darstellt. Manche Wissenschaftler sind der Meinung, dass zu viele Mutationen ebenfalls ein Nachteil für die neue Variante sein könnten. Sie könnten dafür sorgen, dass sich das Virus schlechter an menschliche Zellen anbinden kann. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass das Virus durch die zahlreichen Mutationen instabiler und somit schwächer wird. Schon jetzt glauben die Wissenschaftler zu wissen, dass die Impfungen gegen Corona wohl auch vor schweren Verläufen von BJ.1 schützen. Trotzdem könnte die Variante in der Lage sein, das epidemiologische Geschehen stark zu beeinflussen. Aus diesem Grund wollen die Wissenschaftler BJ.1 genau im Auge behalten. Gleichzeitig weisen sie aber darauf hin, dass es mehrere Virus-Varianten gibt, die in diesem Zusammenhang ebenfalls beobachtet werden müssen.