Gaspreis 1200% rauf! Rentner zahlt statt 105€ im Monat jetzt 1223€ - so können Sie sich wehren!

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News (1 / 1) 15.09.2022 10:12 Symbolbild imago


Einen unglaublichen Schock hat der Rentner Peter Schanner aus Füssen erlitten. Er verbraucht normalerweise 20.000 Kilowattstunden Gas im Jahr und hatte bisher dafür 105 Euro im Monat gezahlt. Jetzt jedoch will sein Versorger MITGAS auf einmal 1223 Euro im Monat kassieren. Dabei bekommt der Rentner gerade einmal 1.059.38 Euro Rente im Monat. Fälle wie dieser sind in den letzten Tagen kein Einzelfall. Immer mehr Menschen bekommen hohe Gasrechnungen, die sie zum Teil nicht bezahlen können. Diese Möglichkeiten stehen den Verbrauchern nun offen, um sich zu wehren.

Kann man bei den Grundversorgern Geld sparen?

Bei den Grundversorger handelt es sich um diejenigen Unternehmen, die in einem Netzgebiet die Mehrzahl der Haushaltskunden mit Gas versorgen. Viele dieser Unternehmen sind Stadtwerke, die die Preise bisher nicht angehoben haben. Aber auch hier werden die Preise in den kommenden Monaten weiter ansteigen. Auch bei einem Anbieterwechsel sieht es zurzeit eher mau aus. Ein Wechsel des Anbieters macht nur Sinn, wenn man es schafft Verträge mit Preisgarantie zu bekommen, die einen Festpreis für 12 oder besser sogar 24 Monate anbieten. So können weitere Erhöhung während der Laufzeit des Vertrages ausgeschlossen werden. Um solche Verträge zu finden gibt es im Internet die Plattformen Remind.me, SwitchUp und Cheapenergy24, Bei denen man Preise vergleichen kann. Kunden sollten auf jeden Fall vermeiden bei ihren Anbietern in Zahlungsrückstand zu geraten. Denn trotz der hohen Gaspreise werden die Anbieter ihre Kunden bei Zahlungsrückständen wohl abklemmen. Der Chef des Berliner Mietvereins, Sebastian Bartels, rät den Kunden zu versuchen mit Hilfe der Schuldnerberatung eine Einstellung des Service zu verhindern. Außerdem fordert er von der Politik eine Art Kündigungsschutz für die Gaskunden.

Mieter und Eigentümer können Zuschuss zu den Wohnkosten erhalten

Wie eine Sprecherin des Bundesbauministeriums erklärt, sollten sich die Menschen mit geringem Einkommen auf jeden Fall informieren, ob sie eventuell einen Anspruch auf Wohngeld haben. Dieser wird durch die zuständige Wohngeldbehörde errechnet. So können Single-Haushalte einen einmaligen Zuschuss für die Heizkosten von bis zu 270 Euro erhalten. Bei 2 Personen beträgt der einmalige Zuschuss 350 Euro und für jede weitere Person kommen 70 Euro dazu. Auch Personen, die bisher keine Leistungsansprüche haben und durch die hohen Nachforderungen wegen Heizkosten finanzielle Probleme bekommen, werden dadurch möglicherweise hilfsbedürftig und sollten sich dann ans Jobcenter wenden. Personen, die weniger als 924 Euro im Monat verdienen können zudem prüfen, ob sie einen Anspruch auf Grundsicherung haben.