Verteidigung gegen Atomraketen! Deutschland will Luftabwehrsystem Arrow 3 aus Israel bestellen

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News (1 / 1) 13.09.2022 06:16 Symbolbild imago


Zuletzt hatte die russische Propaganda häufig damit geliebäugelt, Angriffe mit Atomwaffen auf europäische Staaten anzudrohen. In Deutschland nimmt man solche Drohungen sehr ernst. Deshalb verwundert es kaum dass der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz beim Staatsbesuch des israelischen Premierministers Lapid in Berlin von den Vorzügen des israelischen Luftabwehrsystem Arrow 3 schwärmte. Bereits seit längerer Zeit befindet sich die Bundesregierung in Kaufgesprächen mit den Israelis für dieses Waffensystem. Kann uns der "Iron Dome" schützen?

Deutschland will Luftabwehrsystem Arrow 3 von Israel kaufen

Bisher sind die Verhandlungen zwischen Deutschland und Israel aber noch nicht abgeschlossen, heißt es nun aus Regierungskreisen in Berlin. Allerdings hatte der israelische Ministerpräsident Yair Lapid nach einem Treffen mit Bundeskanzler Olaf Scholz angekündigt, dass Israel Deutschland beim Aufbau der Luftverteidigung zur Hand gehen werde. Seine Gespräche mit Bundeskanzler Scholz seien ein Teil eines möglichen zukünftigen Deals gewesen. Wie hoch die Kosten für dieses Geschäft seien, wollte Lapid nicht mitteilen. Auch Scholz sprach davon, dass Deutschland seine Luftverteidigung mit dem Kauf weiterer Luftverteidigungssysteme stärken wolle. Dabei bezeichnet er das Arrow 3-System als leistungsstarkes Angebot. Doch auch Scholz wollte nicht auf weitere Einzelheiten eingehen.

Deutschland wird den Kauf wohl bald perfekt machen

Die Raketen des israelischen Luftabwehrsystem sind so konzipiert, das sie sogar anfliegende Raketen und Sprengköpfe außerhalb der Erdatmosphäre bekämpfen können. Dort trennen sich ihre Sprengköpfe ab und verfolgen ihre Ziele dann, bis sie sie zerstört haben. Damit soll das System in der Lage sein, anfliegende Raketen mit atomaren, biologischen oder chemischen Sprengköpfen sicher zu zerstören. Bereits in den letzten Tagen hatte Olaf Scholz bei einer Europarede in Prag angekündigt, eine gemeinsame Luftabwehr in Nordeuropa zu erstellen, bei der Deutschland eine Führungsrolle übernehmen werde. Scholz hatte angedeutet, das es einen enormen Nachholbedarf gegen die Bedrohung aus der Luft und im Weltraum vorliege. Deshalb wolle Deutschland in den kommenden Jahren ganz erheblich in seine Luftverteidigung investieren. Dies soll so geplant werden, dass sich auch weitere Nachbarländer in der EU wie beispielsweise Polen, die baltischen Staaten, die Niederlande, Tschechien, die Slowakei und auch die skandinavischen Länder an diesem Projekt beteiligen können.