Schweizer Atommüll direkt unter unseren Füßen! Schweizer Endlager soll direkt an die deutsche Grenze

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News (1 / 1) 13.09.2022 05:54 Symbolbild imago


Könnte es zwischen Deutschland und der Schweiz nun zu einem größeren Streit kommen? Wie jetzt bekannt wird, plant die Schweizer Regierung den Atommüll ihrer Kernkraftwerke ganz in der Nähe der deutschen Grenze in der Erde zu vergraben. Dies hat bei der deutschen Bundesregierung für Aufregung gesorgt. Von deutscher Seite sorgt man sich besonders um die Belastungen für die betroffenen deutschen Gemeinden in der Umgebung des von der Schweiz ausgewählten Lagers.

Deutschland besorgt wegen Atommüll-Endlager der Schweiz

Zu diesem Thema hat sich jetzt der deutsche Staatssekretär Christian Kühn zu Wort gemeldet. Dieser urteilt, dass die grenznahe Lage der Schweizer Atommüllendlagers sowohl während der Errichtung als auch in der Zeit des Betriebs für deutsche Gemeinden in Grenznähe eine große Belastung darstelle. Die Schweiz hat geplant ihr Endlager in der Region “Nördlich Lägern“ zu errichten. Das Endlager liegt nun praktisch in Sichtweite mehrere Ortschaften des deutschen Bundeslandes Baden-Württemberg. Am ausgewählten Ort soll der atomare Abfall in mehreren hundert Metern Tiefe in tonhaltigen Gesteinschichten eingebettet werden. Erst nach 200.000 Jahren wäre der Atommüll dann für Mensch und Umwelt ungefährlich.

Schweiz will große Menge an Atommüll einlagern

Wie die Schweizer Behörden mitteilen, sei geplant in dem Endlager insgesamt 9.300 Kubikmeter hoch radioaktive Abfälle, sowie 72.000 Quadratmeter schwach oder mittelradioktive Abfälle aus ingesamt 5 Atommeilern der Schweiz einzulagern. Von deutscher Seite ist man besorgt über die Trinkwasserversorgung. In der Gegend gibt es neben zahlreichen Trinkwasserbrunen auch Sorgen wegen der dort verlaufenden Flüße Aare und Rhein. Martin Steinebrunner von der “Deutschen Koordinationssteller Schweizer Tiefenlager“ erklärt, dass diese Dinge die Menschen jenseits der Grenze besorgen. Im Jahr 2024 hat die zuständige Schweizer Behörde geplant, das notwendige Baugesuch für das Endlager einzureichen. Frühestens im Jahr 2031 könnte es eine Volksabstimmung zu diesem Thema geben. Wird dieser Beschluss vom Volk nicht abgelehnt, dann startet der Bau. Auf diese Weise könnte frühestens im Jahr 2050 mit der Einlagerung des Atommülls begonnen werden. In den folgenden Jahren und Jahrzehnten sollte das Lager dann intensiv beobachtet werden. Falls keine Probleme auftreten, würde man die Stollen dann im Jahr 2125 endgültig versiegeln.