Immer häufiger Erdbeben in Deutschland - Experten sind besorgt - droht das nächste Naturextrem?

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News (1 / 1) 12.09.2022 19:20 Symbolbild imago


Immer mehr Erdbeben in kurzer Folge auch in Deutschland! Am Samstagabend hatte ein Erdbeben im Dreiländereck zwischen Deutschland, Frankreich und der Schweiz vor allem unter den Bürgern in Baden-Württemberg für Aufregung gesorgt. Um kurz vor 18:00 Uhr am Abend hatte ein Erdbeben mit der Stärke 4,6 auf der Richterskala die Anwohner in helle Aufregung versetzt - aber nicht nur die - auch Experten melden sich besorgt!

Anzahl der Erdbeben in Deutschland nimmt zu

Kurz darauf hatte der Erdbebendienst Südwest über die genaue Stärke des Bebens informiert. Wenige Minuten später war es dann auch noch zu einem Nachbeben gekommen, das immerhin Stärke 2,8 auf der Richterskala erreicht hatte. Das Epizentrum der Beben befand sich zwischen der Region Lörrach am Oberrhein und der französischen Stadt Mühlhausen. Erst vor wenigen Wochen hat er sich im selben Gebiet bei Hechingen ein Erdstoß der Stärke 4,1 ereignet. Experten bestätigen, dass es im süddeutschen Bundesland häufiger zu solchen Erdstößen kommt. Denn Baden-Württemberg zählt zu den Bundesländern mit der höchsten Gefährdung für Erdbeben. Vor allem rund um die Zollernalb gibt es häufiger einmal Erdstöße. Sie wurde deshalb als Erdbebenzone der Stufe 3 eingeordnet. Das schwerste Beben in der Gegend hatte im Jahr 1978 stattgefunden, als ein Erdstoß der Stärke 5,7 dort registriert wurde.

Erdbeben entstehen durch die Reibung der tektonischen Platten

Die Gegend sei laut dem Experten Dr. Stefan Stange, dem leitenden Regierungsdirektor des Erdbebendienstes Baden-Württembergs, deshalb so anfällig für Erdstöße, weil sich dort die sogenannte Albstadt-Scherzone befindet. Dort schrammen die afrikanische und die europäische Erdplatte aneinander vorbei. Manchmal verhaken sich die Erdplatten und es kommt zu einem Spannungsaufbau. Diese Spannung wird bei den Beben dann freigesetzt. Seit dem Jahr 2019 haben sich die Erdbeben im Zollernalbkreis laut der Aussage von Dr. Stange deutlich gehäuft. Im Jahr 2020 hat er sich in der Gegend dort das schwerste Beben seit 10 Jahren ereignet. Bei dem aktuellen Beben wurde nun bereits zum dritten Mal in diesem Jahr die Intensität der 3er-Marke auf der Richterskala geknackt. Meist sind diese Beben zwar leicht und richten auch kaum Schäden an, sind aber von den Bewohner deutlich zu spüren. auch in den kommenden Monaten und Jahren, wird diese Zone offenbar anfällig für Beben bleiben, wie die Experten vermuten.