Wegen der hohen Energiekosten und der ständig steigenden Preise in den Supermärkten, hat die Regierung nun ein 65-Milliarden-Euro-Paket zur Entlastung der Bundesbürger beschlossen. Dies sei das Ergebnis einer 22-stündigen Beratung im Kanzleramt. Am frühen Sonntagmorgen gegen 06:13 Uhr hatte Justizminister Marco Buschmann (45, FDP) diesen Durchbruch bei Twitter öffentlich gemacht. Anschließend äußerte sich auch Bundeskanzler Olaf Scholz zu den Details des Pakets, das einen Umfang von 65 Milliarden Euro hat.
Um die Effekte der gestiegenen Kosten einzudämmen, sollen sowohl Rentner als auch Studenten zum 1. Dezember eine Einmalzahlung erhalten. Diese beträgt für Rentner 300 Euro und für Studenten 200 Euro. Das Kindergeld wird zum 1. Januar 2023 um je 18 Euro im Monat für das erste und zweite Kind angehoben. Ebenfalls ab Januar 2023 soll das Wohngeld reformiert werden. Dort sollen eine Heizkostenkomponente und eine Klimakomponente eingearbeitet werden. Die Empfänger von Wohngeld sollen einen einmaligen Heizkostenzuschuss erhalten. Dieser beträgt 415 Euro für einen Singlehaushalt, 540 Euro für einen Haushalt mit 2 Personen, sowie 100 Euro mehr für jede zusätzliche Person. Als weitere Maßnahmen werden die Regelsätze für Bedürftige auf 500 Euro erhöht werden. Der Arbeitnehmerpauschbetrag steigt von 200 auf 1.200 Euro. Zuzahlung von Arbeitgebern wegen der hohen Lebenshaltungskosten in Deutschland sollen bis 3.000 Euro steuerfrei bleiben. Zudem wird die Entfernungspauschale für Fernpendler (ab 21. Kilometer) befristet bis zum Jahr 2026 von 0,35€ auf 0,38€ erhöht. Außerdem will die Regierung den Strompreis für den Basisverbrauch senken. Beim Überschreiten der Grenzwerte soll dann aber der normale Tarif abgerechnet werden. Der Gasverbrauch soll ab Oktober nicht mehr mit 19% versteuert werden, sondern es kommt der ermäßigte Steuersatz von 7% zum Einsatz.