Russen drohen deutschen Reportern - "Wir werden Euch alle töten"!

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News (1 / 1) 08.08.2022 16:00 Symbolbild imago


Die Lage wird immer angespannter! Im russischen Staatsfernsehen geht es seit dem Start des Ukraine-Krieges durchaus etwas rustikaler zu. Zuletzt waren unverhohlene Drohungen gegen westliche Staaten an der Tagesordnung. Nun jedoch werden sogar deutsche Journalisten bedroht - und das mit dem Tod! "Wir werden Euch alle töten!" - hier die ganze Drohung!

Russischer Abgeordneter bedroht "Bild"-Reporter

Alexej Schurawljow, ein russische Poltiker und Duma-Abgeordneter, hat bei der Sendung "60 Minuten" im russischen Staatsfernsehen den "Bild"-Reporter Björn Stritzel beleidigt und bedroht. "Ich will diesem Nazi sagen: 'Wir werden kommen und euch alle töten'", erklärte Schurawljow nachdem in der Sendung über die Berichterstattung deutschen Journalisten in der Ukraine berichtet wurde. Der 60-jährige Schurawljow gilt als Nationalist. Er gehört der Partei "Rodina" an, die als Verbündete des russischen Präsidenten Wladimir Putin gilt und den Krieg in der Ukraine befürwortet.

Moderator bittet Politiker um Mäßigung

Doch diese Aussage war dann offenbar selbst für den Moderator der Sendung Jewgeni Popow überzogen. "Das sind Journalisten und Propagandisten, aber lassen Sie uns nicht so sein. Lassen Sie uns niemanden umbringen", hatte Popow seinen Gesprächspartner aufgefordert, der aber denoch weiter gegen die westlichen Berichterstatter austeilte. Ein gezielter Angriff auf Journalisten gilt als Kriegsverbrechen. Allerdings wird Russland eh bereits dieses Vergehens beschuldigt. Trotzdem überraschte das Einschreiten des Moderators durchaus. Denn in der Sendung "60 Minuten" beim staatlichen Fernsehsender "Rossija" ist Kritik an der Linie der russischen Regierung eigentlich verpönt, da die Sendung vorwiegend Propaganda verbreitet. Im Mai hatte der ehemalige russische Oberst Michail Chodarjonok in der Sendung ebenfalls den Krieg in der Ukraine kritisiert. Dieser war nach der Sendung scharf kritisiert worden und hatte seine Aussagen dann überraschend relativiert.