4 häufig übersehene Risikofaktoren für einen Schlaganfall - Bei diesen Symptomen sollte man handeln

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Gesundheit (1 / 1) 08.08.2022 07:28 Symbolbild imago


Schlaganfälle werden häufig nicht diagnostiziert, sind aber für die Patienten oft verheerend. Eine Studie hat nun die vier Hauptrisikofaktoren, für einen Schlaganfall herausgefunden. Damit sollen Patienten die Gefahr eines Schlaganfalls bereits frühzeitiger einordnen können.

Schlaganfälle haben meist schlimme Folgen

Wenn Menschen einen Schlaganfall erleiden, dann sind dessen Folgen oft verheerend. Schlaganfälle treten auf, wenn ein Blutgefäß im Gehirn verschließt oder aufbricht. Dadurch wird die Blutversorgung für Teile des Hirns unterbrochen. Dies kann dann zum Absterben ganzer Abschnitte des Gehirns führen. Wenn es dann zu einer Hirnschwellung kommt, ist das Leben des Patienten in Gefahr. Jedes Jahr erleiden rund 200.000 Menschen in Deutschland einen ersten Schlaganfall. Dazu kommen dann noch 70.000 wiederholte Anfälle, wie das Robert Koch-Institut zu berichten weiß. Nun zeigt eine Studie, dass es offenbar Risikofaktoren gibt, die einen Schlaganfall wahrscheinlicher machen. Allerdings bleiben diese häufig unerkannt. Um welche Faktoren handelt es sich und welche Symptome weisen sie auf?

Studie untersucht Patienten von Schlaganfällen

Auf dem European Academy of Neurology Kongress 2022 haben Wissenschaftler ihre Studie zu Schlaganfällen vorgestellt. Dies beruht auf der Analyse von 4.354 Schlaganfall-Patientinnen und -Patienten. Bei mehr als zwei Dritteln der unjtersuchten Patienten hatte mindestens einer der 4 ermittelten vaskulären Hauptrisikofaktoren (UMRF) vorgelegen, die im Vorfeld aber nicht erkannt worden waren. Am häufigsten wiesen die Patienten demnach eine Dyslipidämie (61,4 Prozent) auf. Dies ist ein Fettstoffwechselstörung, die entweder einen zu hohen Lipid-Wir oder einem zu niedrigen HDL-Cholesterinspiegel verursacht. Rund 24 Prozent der Patienten wiesen Bluthochdruck (Hypertonie) auf. Hier liegen meist auch keine spezifischen Symptome vor. Symptome wie Schwindel oder Sehstörungen treten meist erst dann auf, wenn der Blutdruck extrem hoch ist.

Auch Vorhofflimmern wurde als Risikofaktor ermittelt

Der dritte ermittelte Risikofaktor ist das soganannte Vorhofflimmern. Es wurde etwa bei jedem 10. der Schlaganfall-Betroffenen nachgewiesen. Die Symptome für diesen Risikofaktor sind Herzrasen oder "Herzstolpern“, allgemeines Unwohlsein, Schwäche, Unruhe, Angst- oder

Schwindelattacken, Schmerzen in der Brust, Luftnot oder

kurrzeitige Bewusstlosigkeit. Allerdings treten auch hier bei einem Teil der Patienten keinerlei Symptome auf. Ein weiterer Risikofaktor ist die Diabetes Mellitus. Sie liegt bei gut 5,2 Prozent der untersuchten Schlaganfallpatienten vor. In diesem Fall bemerken die Patienten als gängige Symptome starken Durst, gesteigerten Harndrang, Müdigkeit, Antriebsschwäche, sowie Übelkeit und Schwindel. "Vor dem Start unserer Studie hat es kaum klinische Informationen über Häufigkeit, Patientenprofil und Schlaganfallmechanismen bei den Patienten gegeben. Wir hoffen, dass diese Studie dazu beitragen wird, potenzielle Schlaganfallpatienten zu identifizieren und so zu einer intensiven Prävention beizutragen", äußerte André Rêgo, der für die Studie zuständige Erstautor.