Ist Lauterbachs Impfkampagne komplett falsch? Gewöhnungseffekt durch häufige Impfungen droht!

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News (1 / 1) 08.08.2022 07:24 Symbolbild imago


Ist die ganze Impfstrategie gegen Corona falsch? Im Herbst drohen neue Einschränkungen und auch wieder Maskenpflicht. Befreit von der Maskenpflicht sollen nur Personen sein, die innerhalb der letzten 3 Monate eine Impfung erhalten haben. Und genau dies sorgt nun bei Experten für massive Kritik. Gefährden uns die Impfungen etwa?

Scharfe Kritik für Pläne von Karl Lauterbach

Denn dann müssten sich selbst 3-fach geimpfte Menschen in Herbst und Winter mindestens 2 zusätzliche Impfungen abholen. "Wir dürfen nicht den Eindruck erwecken, dass sich jeder alle drei Monate impfen lassen sollte", verdeutlicht deshalb der Immunologe Carsten Watzl. Der hält eine vierte Impfung bei gesunden Menschen unter 70 Jahren für überflüssig. Bereits nach der 3. Impfung habe man einen ausreichend hohen Schutz gegen schwere Verläufe von Covid-19. Zudem bezeichnete Watzl die im Augenblick vorhandenen Impfstoffe als "suboptimal". "Da die angepassten Impfstoffe hoffentlich nächsten Monat kommen, kann man jetzt auch warten, wenn man die vierte Impfung bisher noch nicht gemacht hat", erklärt Watzl, der auch Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie ist. "Die Impfung mit den angepassten Impfstoffen verstärkt noch einmal die Immunität gegenüber Omikron und sie werden wahrscheinlich auch einen gewissen Schutz vor Infektionen bieten", erklärt Watzl seinen Standpunkt.

Kritik an Corona-Politik von Karl Lauterbach wächst

Noch weiter mit seiner Kritik geht unterdessen der Vizepräsident der Europäischen Föderation der Immunologischen Fachgesellschaften, Prof. Andreas Radebruch. "Herr Lauterbach verabschiedet sich von der Wissenschaft", behauptet dieser nun gegenüber der "Bild"-Zeitung. Auch er sieht keinen Vorteil in einer weiteren Impfung mit den aktuellen Impfstoffen. "Nach drei Impfungen haben sich die Antikörper längst von den Schleimhäuten zurückgezogen und sind nur noch im Blut", erklärt der Mediziner "Da sich das Immunsystem gegen schwere Erkrankungen gewappnet hat, konzentriert es sich nicht mehr auf die Verhinderung einer Infektion", gibt Prof. Radebruch weiter zu bedenken. Und auch der Virologe Prof. Alexander Kekulé ist gegen weitere Impfungen. Denn dieser befürchtet in Zukunft einen Gewöhnungseffekt. "Das heißt, der Schutzeffekt künftiger, leicht veränderter Covid-Impfstoffe könnte schlechter werden", erklärt der Mediziner seine Befürchtung, falls sich die Menschen zu oft gegen das Coronavirus impfen lassen.