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Gerhard Schröder: "Warum soll ich mich entschuldigen?“ - Stattdessen macht Gas-Gerd Propaganda für Putin

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03.08.2022 14:24Symbolbild imago

In der letzten Woche hatte der ehemalige Kanzler und Gas-Lobbyist Gerhard Schröder (78) seinen guten Freund, den Kreml-Diktator Wladimir Putin (69), in Moskau besucht. Also den Mann, der für den Tod Zehntausender Menschen in der Ukraine verantwortlich ist. Nun äußert sich Schröder in einem Interview mit dem Magazin "Stern“ bei den Sendern RTL/ntv. Und macht völlig unverfroen dann auch noch Propaganda für den Kreml-Despoten.

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Schröder setzt auf "Verhandlungen"

Angeblich brachte Schröder "gute Nachrichten" von seinem Trip nach Moskau mit. " Der Kreml will eine Verhandlungslösung“, erklärte Schröder und nannte als Grund das kürzlich unterzeichnet Getreideabkommen. "Vielleicht kann man das langsam zu einem Waffenstillstand ausbauen“, hofft Schröder. Doch dann spricht er von ein "Fehler der russischen Regierung“ statt die Schuldigen an diesem Krieg klar zu benennen. Stattdessen fordert Schröder die Regierungen von Frankreich und Deutschland zu Verhandlungen mit dem Kreml-Schlächter auf: "Da geschieht derzeit nicht genug, ist mein Eindruck, denn eines ist doch klar: Es wird nicht ohne Gespräche gehen“, glaubt Schröder. Doch wieso glaubt Schröder, dass andere Länder über das Schicksal der Ukraine entscheiden sollten?

Schröder spricht von "lösbaren Problemen"

Zudem spielte Schröder die Probleme des Konflikts bewußt herunter. "Wenn Sie sich mal die Probleme anschauen, die wirklich relevant sind, so sind sie lösbar“, meint Schröder uind bezeichnet es als "abwegig“, dass die Ukraine die Krim militärisch wieder zurückerobere könne. Zudem habe laut Schröder sogar der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (44) gesagt, "dass es eine Alternative zur NATO-Mitgliedschaft gebe, die eine bewaffnete Neutralität für die Ukraine vorsieht, wie es zum Beispiel auch in Österreich der Fall ist“. Doch da macht es sich Schröder ein wenig einfach. Schließlich würde eine Lösung der Probleme erfordern, dass auch das Massaker der Russen in Butscha und die Tötung hunderter Zivilisten in der Ukraine ungesühnt bleiben würde. Zudem schlägt

Schröder für die Donbass-Region eine Lösung nach dem Schweizer Kantonsmodell vor und fragt offen, ob es von Seiten des Westens überhaupt ein Interesse an Frieden gibt: "Will man den Konflikt überhaupt lösen?“ In diesem Fall fordert Schröder Zugeständnisse auf beiden Seiten. Eine ziemlich zynische Sichtweise von Schröder, wenn man bedenkt, dass Putin den Krieg startet, das Völkerrecht bricht, seine Armee unzählige Kriegsverbrechen begeht und dann von beiden Seiten Zugeständnisse fordert.

Schröder verteidigt Russland

Doch Schröders Verteidigung der Kriegsverbrecher geht noch weiter. . Denn Schröder spricht von "wirklichen Einkreisungsängste bei den Russen, die aus der Geschichte gespeist sind.“ Und dann fügte Schröder hinzu: "Und die haben ja leider auch ihre Berechtigung.“ Offenbar ist der ehemalige Kanzler mittlerweile an einem Punkt angekommen an dem sich Realität und Wunschdenken miteinander vermischen. Denn auch an der Gasdrosselung ist natürlich nicht Russland Schuld sondern Siemens. Und dann präsentiert Schröder noch eine unglaublich zynische Lösung des Problems. Denn dies sei aus seiner Sicht damit zu lösen, dass Deutschland einfach die Pipeline Nord Stream 2 in Betrieb nimmt. Weitere Perlen aus Schröders Interview sind seine strikte Ablehnung seine Freundschaft mit Wladimir Putin zu brechen. Zudem fragte Schröder:

"Warum soll ich mich also entschuldigen?“ Aktuell läuft gegen den SPD-Politiker ein Parteiausschlussverfahren. Ob Schröder mit solchen Aussagen wie in diesem Interview einem Ausschluss entgehen kann?

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