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Schlimmer als Atomwaffen! Kommen bald intelligente Waffen im Ukraine-Krieg zum Einsatz?

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30.07.2022 06:48Symbolbild imago

Aktuell fürchten sich die Menschen vor dem Einsatz von Atomwaffen. Doch schon bald könnte von Waffen, die mit künstlicher Intelligenz gesteuert werden, eine deutlich höherer Gefahr ausgehen. Laut einem Experten sei es nur noch eine Frage der Zeit bis solche futuristischen Waffen tatsächlich auf dem Schlachtfeld zum Einsatz kommen und für große Zerstörungen sorgen könnten!

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Kombination aus Waffen mit künstlicher Intelligenz könnten verheerende Folgen haben

Noch ist diese Vorstellung ein dystopisches Horror-Szenario. Schon bald könnten von künstlicher Intelligenz (KI) gesteuerte Killerroboter in den Kriegen rund um den Globus zum Einsatz kommen. Dies befürchtet der Informatiker und KI-Vordenker Toby Walsh (58). Offenbar stehe die Menschheit kurz vor dem Einsatz solcher Waffen.

"Längst ist ein weltweiter KI-Rüstungswettlauf im Gange, von dem die Öffentlichkeit kaum etwas mitbekommen hat", verdeutlicht Walsh die drohende Gefahr. So wird in den USA bereits am Roboterpanzer Atlas und dem Roboterkriegsschiff Sea Hunter gearbeitet. In Australien sollen irgendwann teilautonome Kampfjets entwickelt werden und in China werden KI-gesteuerte Luftkörper gebaut. In Russland hingegen läuft das Projekt eines unbemannten U-Boot namens Poseidon, das mit verheerenden Atomwaffen ausgestattet werden soll. "Können Sie sich etwas Schrecklicheres vorstellen, als ein U-Boot, in dem statt eines Kommandanten ein Computerprogramm entscheidet, ob es einen Atomkrieg beginnt?", fragt Walsh ehrlich. Eine weitere Entwicklung aus Russland sind die POM-3 Schrappnellminen. Sie hüpfen bei der Bewegung in eine Höhe von 1 Meter und verletzt oder tötet dadurch zahlreiche Soldaten. Diese sollen mit künstlicher Intelligenz verbunden werden. Ziel sei es, dass eine Explosion bei eigenen Soldaten verhindert wird und die Waffe lediglich explodiert, wenn es sich um feindliche Einheiten handelt.

KI-Waffen können gefährlicher als Atomwaffen sein

Mit solchen Entwicklung vermutet Walsh eine dunkle Zukunft. "Autonome Waffen sind vielleicht sogar gefährlicher als Atombomben", warnt Walsh deshalb. Die Gefahr bei KI liegt vor allem darin, dass KI-Waffen bei weitem nicht so kompliziert zu erstellen sind, wie beispielsweise Atomwaffen. "Oft reichen herkömmliche Waffensysteme; mit den entsprechenden Computerchips, der Software und dem Zubehör aus einem 3-D-Drucker werden sie dann zu autonomen Waffen umfrisiert", erklärt Walsh. Theoretisch seien solche Waffen sogar in der Lage einen Krieg auszulösen. Doch sind solche KI-Killerwaffen bereits jetzt im Einsatz? "Da gibt es viele Spekulationen", antwortet Walsh. . Angeblich soll die Türkei offenbar beim Einsatz in Syrien autonome Drohnen eingesetzt haben. Ob dies auch im Ukraine-Krieg der Fall gewesen sein könnte, ist bisher nicht bekannt.

Wer trägt die Verantwortung?

Ein weiteres Problem beim Einsatz von KI-Waffen sieht Walsh in der Verantwortung. Wer soll zur Rechenschaft gezogen werden, wenn die künstliche Intelligenz über Leben und Tod entscheidet? Einzige realistische Möglichkeit sei nach Walsh eine Ächtung, wie es sie aktuell bei Atomwaffen bereits gibt. "Eine Ächtung mag nicht immer perfekt funktionieren, aber sie kann Schlimmeres verhindern", glaubt Walsh. Auf jeden Fall stellt sich auch die Frage, ob solche Waffen durch ihre Eigenständigkeit nicht irgendwann eine Gefahr für die gesamte Menschheit darstellen. "Wir können nur versuchen, dass die in die KI einprogrammierten Wertvorstellungen im Einklang mit den Werten unserer Gesellschaft sind", erklärt Walsh. Doch ob dies gelingen wird, ist bislang noch offen.

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