"Kriegswirtschaft"! Putin verabschiedet neues Gesetz - Unternehmen müssen jetzt spuren!

Seite 2 / 2

"Kriegswirtschaft"! Putin verabschiedet neues Gesetz - Unternehmen müssen jetzt spuren!

News (2 / 1) 16.07.2023 23:34 / Angela Symbolbild imago


Nach Einschätzung von Stefan Meister, Experte für Russland-Politik, sei dieser Schritt als Maßnahme zur

"Umstellung auf eine Kriegswirtschaft“ getroffen worden. "Bei dem Gesetz geht es letztlich darum, dass der Staat russischen Unternehmen vorschreiben kann, wieviel sie produzieren, wie lange sie arbeiten, inwieweit sie die Preise für Ihre Produkte oder Service anpassen müssen“, verdeutlicht der Experte und bezeichnet dies als massiven Eingriff, mit denen die "Marktregeln ausgehebelt“ werden. Damit soll offenbar die Versorgung des Militärs in der Ukraine sichergestellt werden. Meister sieht darin einen Versuch Putins, die militärischen Rückschläge in der Ukraine und die westlichen Sanktionen gegen Russland zu kontrollieren. So sollen laut Meister Engpässe bei der Belieferung der Armee, materielle Verluste durch den Krieg und Engpässe bei der Reparatur- und Wartungsarbeiten von Militärtechnik verhindert werden.

Russland scheint sich auf längeren Krieg einzustellen

Die jetzt von Putin in die Wege geleiteten Schritte sieht Meister als Anzeichen dafür, dass man sich von Seiten Russlands nun auf einen längeren Krieg einstellt. Durch die Maßnahmen sollen die ökonomischen Voraussetzungen für eine längeren Krieg geschaffen werden. "Damit bekommt der Krieg für die russische Wirtschaft Vorrang gegenüber zivilen Produkten“, verdeutlicht Stefan Meister. Doch auch mit diesen Maßnahmen ist Meister skeptisch, dass Putin die Ukraine in die Knie zwingen kann. "Der Mangel an westlicher Technologie bleibt durch die Sanktionen bestehen und wird die russische Wirtschaft weiter massiv bei der Produktion von modernerer Militärtechnologie treffen", glaubt der Experte. Schon bald wird man wohl sehen, ob der Experte mit seiner Einschätzung richtig liegt.