Wichtige Putin-Rede: "Es wird eine neue Weltordnung geben"! - Russland rückt offen von Kriegszielen ab Vipflash

Wichtige Putin-Rede: "Es wird eine neue Weltordnung geben"! - Russland rückt offen von Kriegszielen ab

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News (1 / 1) 18.06.2022 06:36 Symbolbild imago


Fast vier Monate nach dem Beginn des Krieges gegen die Ukraine erklärte der russische Präsident Wladimir Putin die westlichen Sanktionen für gescheitert und sagte eine Veränderung der Weltordnung voraus. “Der wirtschaftliche Blitzkrieg hatte von Anfang an keine Chance auf Erfolg“, sagte Putin am Freitag auf dem St. Petersburg International Economic Forum. Noch viel erstaunlicher - Putin rückt offen von seinen Kriegszielen ab! Das sind nun seine Pläne.

Putin ändert seine Kriegsziele

In einem Satz deutet Putin an, dass sich scheinbar Russland von seinen Kriegszielen entfernt. In Bezug auf den Krieg gegen die Ukraine sagte Putin erneut, dass Moskau alle seine Ziele erreichen werde. Die Wahl der Worte "militärische Spezialoperation im Donbass“ weist jedoch darauf hin , dass die russische Führung sich zumindest von einigen dieser Ziele entfernt hat, da der Krieg durch einen Angriff auf die Hauptstadt Kiew ausgelöst wurde. Gleichzeitig sagte der Kremlchef: “Wir haben nichts gegen den EU-Beitritt der Ukraine.” Die Europäische Kommission hatte sich zuvor zur offiziellen Benennung der Ukraine und als Kandidaten für eine Mitgliedschaft in der Europäischen Union ausgesprochen.

Putin: Westliche Sanktionen sind “sinnlos” und “rücksichtslos”

Putin nannte die Sanktionen in seiner Rede “verrückt“ und “unüberlegt” und glaubt, dass sie die EU mindestens so hart treffen wie Russland selbst. Er selbst schätzt den Schaden für die EU auf rund 400 Milliarden Dollar. Zudem würden die Maßnahmen zu “tektonischen und revolutionären“ Veränderungen führen. Russland hingegen sei von den Sanktionen kaum getroffen worden. So habe man den Finanzsektor stabilisieren können, so dass die Inflation nach einem anfänglichen Anstieg wieder eingedämmt werden konnte. Die düsteren Prognosen des Westens für die russische Wirtschaft werden sich laut Putin nicht bestätigen. In diesen Zusammenhang verwies Putin auf die Stärke des Rubels, der sich ebenfalls wieder erholt hatte. Allerdings liegt die Erholung der Währung auch daran, dass Russland nun fast keine Waren mehr aus dem Ausland importieren kann und deshalb zwangsläufig eine positive Wirtschaftsbilanz aufweist. Offenbar fühlt sich Putin durch die hohe Energiepreise nun sogar ermutigt seine Konfrontation fortzusetzen.

Probleme bei Putin-Rede

Vor dem Beginn seines Auftritts auf dem Wirtschaftsforum musste Putin allerdings erst einmal warten. Weil Hacker das virtuelle Event gekapert hatten, musste Putin mit dem Beginn seiner Rede rund eineinhalb Stunden warten. Insgesamt sollen etwa 19.000 Personen aus 115 verschiedenen Ländern Putins Ansprache verfolgt haben, auch wenn sie zu einer eigentlich nicht geplanten Ukrzeit stattgefunden hatte. In seiner Rede behauptete Putin zynisch, dass Russland die ukrainischen Getreidelieferungen nicht behindere. Die Ukraine selbst habe die eignen Häfen vermint. Außerdem bezeichnete er die ukrainischen Getreideexporte als unbedeutend für den Weltmarkt. Doch seit dem Beginn der Invasion sitzt die Ukraine auf Millionen Tonnen Weizen fest, während diese fehlenden Liefemengen in Afrika eine Hungersnot auslösen könnten.